Washington - Die Nominierung der früheren First Lady Hillary Clinton zur Außenministerin unter US-Präsident Barack Obama wird amerikanischen Medien zufolge immer wahrscheinlicher.
Obama sei «auf dem besten Wege», seine frühere Rivalin nach Thanksgiving am Donnerstag kommender Woche zur Chefin des Außenamts zu küren, berichtete der US-Fernsehsender CNN. Auch die «Washington Post» meldete dies am Freitag und berief sich dabei auf Mitarbeiter Obamas.
Seit Tagen wird in Washington über einen möglichen Kabinettsposten für Hillary Clinton spekuliert. Nach Medienberichten ist sie aber angeblich noch unentschieden, ob sie ein mögliches Angebot Obamas annehmen soll. Den Berichten zufolge hat die demokratische Führung ihr als Alternative eine führende Position im Senat angeboten.
Ihr Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton, hatte sich bereits dazu bereiterklärt, die Namen der Spender seiner Wohltätigkeitsstiftung offenzulegen, um mögliche Interessenkonflikte bei einer Amtsübernahme seiner Frau zu vermeiden. Der frühere Präsident habe Obamas Übergangsteam bereits eine Spenderliste mit mehr als 200 000 Namen zukommen lassen. Auch wolle er sich aus dem Tagesgeschäft der Stiftung zurückziehen und die Regierung über bezahlte Reden informieren, sollte Hillary Clinton US-Außenministerin werden.
Als weitere Kandidaten für das Außenamt sind auch der Gouverneur des Bundesstaates New Mexico, Bill Richardson, sowie der frühere demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry im Gespräch.
Bereits in den letzten Tagen waren mehrere Personalentscheidung bekanntgeworden, die allerdings noch offiziell bestätigt werden müssen. So wird voraussichtlich der schwarze Jurist Eric Holder künftiger Justizminister. Der frühere demokratische Mehrheitsführer im Senat, Tom Daschle, soll Medienberichten zufolge das Gesundheitsressort leiten. Das Ministerium für Heimatschutz soll an die Gouverneurin von Arizona, Janet Napolitano, gehen.