Er distanziert sich von Ole von Beust, der zu viel von der Marke CDU aufgegeben habe. Spricht von Fehlern, die in Sachen Primarschule begangen wurden. Und erweckt den Eindruck, selbst an all diesem Bündnis nicht beteiligt gewesen zu sein.
Dass er diese Politik mitgetragen und die GAL gerade noch umworben hat, davon will er nichts mehr wissen. Schwarz-Grün ist Geschichte und die CDU bastelt an einer Neuausrichtung. Schluss mit linkem Kuschelkurs, zurück zu konservativen Parolen. Der neueste Coup in dieser Kehrtwende: Ahlhaus holt Walter Scheuerl ins Boot. Ein erklärter Feind von Ole von Beust. Mit dieser Personalie ist die Tür für eine Koalition mit der GAL endgültig zu. CDU-Mann Robert Heinemann ist voll des Lobes. "So stärken wir den bürgerlichen Bereich der Partei wieder", so der ehemalige schulpolitische Sprecher.
Ganz anders bewertet das der CDU-Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg aus Altona. Er war immer für das schwarz-grüne Bündnis und sorgt sich um den unter von Beust eingeschlagenen Weg. "Wir müssen eine moderne Großstadtpartei mit sozialer Ausrichtung bleiben." Eine zu starke Rückbesinnung auf die konservative Klientel kostet die CDU im modernen Hamburg ebenfalls viele Stimmen.