Laut Umfrage sagen 42 Prozent der Deutschen: "Ein Kind gibt meinem Leben erst den wahren Sinn." Klar, ein Kinderlachen ist mit Gold nicht zu bezahlen. Dennoch wissen alle Eltern, dass der Nachwuchs ganz schön viel Geld kostet. Die Fachzeitschrift "Guter Rat" (Mai 2009) hat mithilfe von Daten des Bundesamts für Statistik errechnet: Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr zahlen Eltern im Bundesdurchschnitt 121752 Euro pro Kind. Das sind rund 560 Euro im Monat. Die MOPO sagt, wie die Kosten zustande kommen, und gibt Tipps, wie Eltern sparen können.
Grundkosten
Die größten Posten beim Großziehen eines Kindes sind die Ernährung und das Wohnen. Kinder brauchen ihren eigenen Raum zum Zurückziehen. Mit steigendem Alter steigt auch der Wunsch nach Freiheit. Trotz der hohen Kosten sollten Sie nicht bei der Qualität der Lebensmittel sparen. Allerdings gibt es auch No-Name-Produkte, die gesund sind. Vergleichen Sie Preise, achten Sie stets auf Schnäppchenangebote.
Betriebskosten
Mit jedem neuen "Mitbewohner" steigen natürlich auch die Heiz-, Strom- und Wasserkosten. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht stundenlang unter der Dusche steht, schaffen Sie sich möglichst energiesparende Geräte an. Ziehen Sie einen Stromanbieterwechsel in Betracht.
Computer, Handy und Co.
Der PC ist für Kinder heutzutage fast Pflicht. Sie sollten früh lernen, damit gewissenhaft umzugehen. Schlagen Sie zu, wenn Computer gerade billig sind. Nutzen Sie für den Internetzugang preiswerte Flatrate-Angebote. Sollte Ihr Kind ein Handy bekommen, kontrollieren Sie regelmäßig die Rechnung. Durch Lockangebote (Klingeltöne, Spiele) können horrende Kosten entstehen.
Taschengeld
Eltern sollten es in regelmäßigen Abständen neu festlegen, Regeln aufstellen und diese unbedingt einhalten. So lernen die Kinder den Umgang mit dem Geld. Keinesfalls sollte Kürzen oder Streichen des Taschengeldes als Strafe eingesetzt werden. Was die Kinder mit ihrem Geld machen, ist ihnen überlassen. Sie sollten niemals bei den Eltern um Geld "betteln" müssen. Für den besseren Überblick könnte über die Ausgaben Buch geführt werden.
Einmalkosten
Wird zur Einschulung des Kindes ein großes Familienfest gefeiert, sollte dies möglichst früh einkalkuliert werden. So kann vielleicht an anderer Stelle gespart werden. Auch für den großen Urlaub sollte rechtzeitig Geld zur Seite gelegt werden.
Rücklagen
Die 121 752 Euro pro Kind umfassen nur die Konsumausgaben, nicht aber Vorsorge- und Versicherungskosten. Und auch nicht die später eventuell anstehenden Kosten für ein elternfinanziertes Studium. Wer frühzeitig einen Sparplan entwickelt, kann das Studium des Kindes auch mit relativ geringem Aufwand erheblich unterstützen.
Geld vom Staat
Kindergeld, Elterngeld, Kinderfreibetrag, Wohngeld für Familien - informieren Sie sich rechtzeitig über die staatlichen Leistungen, mit denen Eltern finanziell unterstützt werden.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?