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Wieder Krawalle nach Schanzenfest

Krawalle nach dem Schanzenfest

47 Randalierer nahmen die Beamten vorläufig fest, drei weitere wurden in Gewahrsam genommen. Die Polizei zog dennoch eine positive Bilanz: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die nächtlichen Krawalle jedoch dank dem schnellen Eingreifen der Polizei in Grenzen gehalten, wie ein Sprecher am Sonntag betonte.



Hamburgs Innensenator Heino Vahldieck (CDU) verurteilte die Ausschreitungen schwer: "Jeder Steinwurf auf einen Polizisten ist einer zu viel, jede eingeschlagene Schaufensterscheibe ist ein Akt sinnloser Zerstörungswut", sagte er.



Zuvor hatten rund 9000 Menschen friedlich das Schanzenfest gefeiert. Gegen 22 Uhr war dann die Lage eskaliert. Mehrere hundert Krawallmacher bewarfen Polizisten mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörper. Zudem wurden mehrere Mülltonnen und ein Auto angezündet, sowie die Scheiben von zwei Polizeiwagen, einem Supermarkt und einem Modegeschäft eingeschlagen. Die Schaufenster einer Bankfiliale wurden ebenfalls mit Steinen attackiert, hielten nach Polizeiangaben aber stand.



Die Einsatzkräfte gingen mit Wasserwerfern und Straßensperren gegen die Unruhestifter vor. Zeitweise wurde der S-Bahn-Verkehr im Viertel gesperrt, da einzelne Randalierer die Gleise überquerten, um von einer Eisenbahnbrücke aus Beamte mit Flaschen zu bewerfen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.



Mehrere Tausend Polizisten aus verschiedenen Bundesländern waren in der Nacht in Hamburg im Einsatz. Immer wieder kommt es im Anschluss an das Schanzenfest zu Krawallen. Dabei waren zuletzt im Juli und vor einem Jahr zahlreiche Menschen verletzt worden.

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Datum:  5.9.2010
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