Rafael van der Vaart hat eine böse Vorahnung - und er packt sie in martialische Formulierungen. "Die wollen uns umbringen", sagt der Kapitän, "wir müssen die Anfangsphase überleben." Trotz des zu erwartenden Schalker Sturmlaufs ist der HSV-"Maestro" siegesgewiss. "Wir kommen mit breiter Brust, weil wir endlich wieder wissen, dass wir Spiele gewinnen können."
Er selbst ist dabei ein entscheidender Faktor. Beim HSV dreht sich alles um den "kleinen Engel". Sein Trainer versucht zu relativieren. "Er ist ein Junge, der seine Qualitäten hat und zeigt. Aber das kann er nur dann, wenn alle anderen Spieler auch gut arbeiten. Bei denen fällt das nur nicht so auf."
Van der Vaart fällt auf - in Hamburg, in Deutschland, in Europa. Natürlich weckt seine Klasse das Interesse größerer Klubs - auch die Bayern haben nach Ballacks Abgang ein Vakuum in der zentralen Mittelfeldposition. Es würde gewiss niemanden verwundern, wenn in Kürze eine Anfrage aus München auf Bernd Hoffmanns Schreibtisch landen würde. Der allerdings verspürt keine Lust, auf etwaige Offerten einzugehen. Der Klubboss hat anderes im Sinn, sagt: "Rafael fühlt sich so wohl, dass wir uns zu gegebener Zeit hinsetzen werden, um zu verlängern."
Der Vertrag des Regisseurs endet im Sommer 2010. Der 24-Jährige hat stets betont, wie wohl sich seine Familie und er in Hamburg fühlen. Grundvoraussetzung für seinen Verbleib an der Elbe ist aber natürlich der Klassenerhalt. Der HSV ist mittlerweile auf einem guten Weg, und van der Vaart will seinen Klub dorthin führen, wo er schon einmal war -°in die Königsklasse. Morgen gibts zumindest mal wieder ein Flutlichtspiel. Der Kapitän: "Das ist ein bisschen wie Champions League."
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?