Die Bildungs-Proteste gehen weiter: Gestern demonstrierten laut Polizei mehr als 1000 Studenten in Hamburgs Innenstadt. Sie zogen ab 14 Uhr vom Audimax zum Hauptbahnhof und zurück. Ihre Forderungen: Die Abschaffung der Studiengebühren, die Entschleunigung des Studiums und die Unabhängigkeit der Lehre von "wirtschaftlichen Profitinteressen". Durch die Schulzeitverkürzung befürchten die Studenten außerdem "gewaltige Kapazitätsengpässe" an den Hochschulen im Jahr 2010.
Zudem bleibt das Audimax auf dem Uni-Campus weiterhin besetzt - mittlerweile harren hier schon seit drei Wochen rund 70 Studenten aus. Und das, obwohl sich unter einigen Kommilitonen schon Unmut regt, denn viele Vorlesungen fallen wegen dieser Protest-Aktion aus. "Wir bleiben noch hier und versuchen, Druck aufzubauen, damit die Uni-Leitung endlich mal reagiert", sagt Besetzerin Lisa Renken (22). Für die kommende Woche haben die Protestler eine "Demokratie-Woche" im Audimax organisiert. "Referenten, darunter auch Professoren, halten dann Vorträge zu diesem Thema", erklärt Lisa Renken.
Inzwischen haben sich Studenten mehrerer Hamburger Hochschulen dem Bildungsstreik angeschlossen. Dabei sind jetzt auch Studenten der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW).