Nur Unterschriften zu sammeln kann auf Dauer ganz schön langweilig werden. Deshalb haben sich die Gegner des geplanten Ikea an der Großen Bergstraße in Altona etwas Neues ausgedacht: Sie stellten am Sonnabend die Filiale des Möbelkonzerns in Moorfleet auf den Kopf.
Etwa 150 Leute machten es sich im Wohnzimmerbereich der Filiale gemütlich. Sie stellten Musik an, hängten Plakate an die Wände, aßen Pizza und spielten Monopoly. Als auch das zu langweilig wurde, veranstalten sie eine Kissenschlacht. Zuletzt zogen die Aktivisten durchs Gebäude, um Flugblätter an die Kunden und Beschäftigten zu verteilen und "Kein Ikea in Altona" zu skandieren.
Ein Vertreter der Bürgerinitiative: "Ikea bringt nicht nur Unmengen von Verkehr ins Viertel, sondern ist zentraler Bestandteil einer Aufwertungspolitik, die dazu führt, dass wie in Ottensen, der Schanze, St. Pauli oder St. Georg die Mieten massiv steigen und Anwohner vertrieben werden."
Die Aktion wurde friedlich beendet, ohne dass das Sicherheitspersonal eingreifen musste. Weitere Demos dieser Art sind geplant. Der Aktivist: "Das war nicht das letzte Mal!"