Morgen beginnt an Hamburgs Schulen und Universitäten eine turbulente Woche - der fünftägige bundesweite Bildungsstreik geht los. Mit verschiedenen Protestformen machen sich Schüler und Studenten für mehr Geld für Bildung, gegen Elite-Universitäten und für eine "Schule für alle" stark. Höhepunkt ist die Demonstration durch die Innenstadt am Mittwoch.
"Die Situation an Hamburgs Schulen und Hochschulen ist geprägt von zunehmendem Leistungsdruck, Bildungsgebühren und undemokratischen Strukturen. Wir sind nicht bereit, diese miserablen Zustände hinzunehmen", sagt die Schülerin Pia Erzigkeit, Mitorganisatorin des Schulstreiks im November 2008. Unterstützt wird der Bildungsstreik von 230 Organisationen, darunter die Gewerkschaft Ver.di und die Partei Die Linke.
Jede Hochschule organisiert ein eigenes Streikprogramm. An der Universität Hamburg werden ab morgen einige Gebäude bestreikt und deshalb Vorlesungen ausfallen. Der Montag steht dort unter dem Motto "Reclaim your education" (Fordert eure Bildung zurück), am Dienstag heißt es "Bildung für alle".
Höhepunkt ist die bundesweite Bildungsstreikdemonstration am Mittwoch. Treff ist um 11 Uhr vor dem Audimax. Für Donnerstag ist dann noch ein "Tag des zivilen Ungehorsams" geplant, bis die Streikwoche am Freitag mit dem "Freitagsfestival" zu Ende geht.
Ungewöhnliche Protestformen haben die Organisatoren angekündigt, darunter auch symbolische Banküberfälle. Am Mittwoch ist um 9 Uhr vor dem Hauptgebäude am Dammtor die Aktion "Hupen gegen Moni" angekündigt, die gegen die zur Zeit umstrittene Hochschulpräsidentin Monika Auweter-Kurtz gerichtet ist. Mehr Informationen zu der Aktionswoche gibt es im Internet unter www.bildungsstreik-hh.de.
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