Hamburgs Polizei fährt schweres Geschütz gegen Steinewerfer und Demo-Gewalttäter auf: Heute trifft mit dem "WAWE 10000" der modernste Wasserwerfer der Welt in der Hansestadt ein.
Entwickelt hat das bedrohlich wirkende 33-Tonnen-Fahrzeug die österreichische Spezialfirma Rosenbauer. Statt wie bisher nur zwei hat der neue Wasserwerfer künftig drei Strahlrohre. 10000 Liter können verschossen werden, 3200 Liter in der Minute. Der "WAWE 10000" kann außerdem "Wasserwände" bilden, hintern denen Beamte vorrücken oder eine "Wasserglocke" formen, mit der Sitzblockaden aufgelöst werden können.
Der Clou ist die Panzerung: Bei Tests wurden Betonplatten aus zehn Metern Höhe auf den Wagen geschleudert - ohne Folgen. Auch die ungewöhnliche Form hat einen Sinn: Da es keine geraden Flächen gibt, können Molotowcocktails nicht mehr auf dem Dach liegen bleiben. Zunächst werden Hamburger Bereitschaftspolizisten an dem eine Million Euro teuren Ungetüm ausgebildet, doch der erste richtige Einsatz steht schon fest: Die "Bambule"-Demo am 18. Dezember. Die alle mehr als 20 Jahre alten grünen Wasserwerfer werden nach und nach ausgemustert. Sie gehen ans Bundesinnenministerium und werden verkauft.