Für die Aufnahme von Schwerverbrechern, die aus der Sicherungsverwahrung entlassen wurden, sind die Hamburger Behörden nach Ansicht der SPD nicht ausreichend gerüstet. „Die Hamburger Behörden sind erkennbar nicht vorbereitet darauf, dass ein gefährlicher Sexualstraftäter in unserer Stadt frei herumläuft“, kritisierte SPD-Innenexperte Andreas Dressel am Mittwoch.
Nach Medienberichten handelt es sich um einen 53-Jährigen, der in Baden- Württemberg in Sicherungsverwahrung saß. Die Polizei bewacht ihn rund um die Uhr.
Die SPD forderte den Einsatz einer elektronischen Fußfessel. Es müssten alle rechtlichen und technischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit eine solche Überwachung möglich werde, sagte Dressel. Im Vergleich zu den jetzt 24 Polizeibeamten, die den Mann die ganze Zeit beobachten, reiche dafür ein „überschaubarer Personaleinsatz“.
Die SPD-Fraktion sehe mit großer Besorgnis, dass der Sexualstraftäter nun „offenbar ohne Auflagen und festes Betreuungsverhältnis“ in der Hansestadt sei. „Offenbar hatten die zuständigen Behörden nicht damit gerechnet, dass ein entlassener Straftäter aus einem anderen Bundesland die Anonymität einer Millionenmetropole sucht“, betonte Dressel.