Geradezu euphorisch verkündete Bruno Labbadia vor fünf Wochen, was in Kürze bevorstehen sollte. "Ich denke, wir werden das bald hinbekommen", mutmaßte der Trainer bezogen auf die Vertragsgespräche mit Jérôme Boateng. Passiert ist seitdem nicht viel - von einer Einigung kann keine Rede sein. Im Gegenteil: Die Nummer hängt schon wieder.
Erneut ist Boatengs Ausstiegsklausel der Knackpunkt. Im Sommer darf der Nationalspieler (Vertrag bis 2012) für die festgeschriebene Ablöse von zwölf Millionen Euro gehen. Der HSV will vorzeitig verlängern - und die Klausel streichen. Nach MOPO-Informationen ist der Klub aber offenbar nicht bereit, Boateng seine Klausel per üblicher Einmalzahlung abzukaufen. Sie wollen lediglich sein Gehalt erhöhen - und handelten sich eine Absage ein. Aber nach wie vor würde Boateng gern verlängern, wie Berater Jörg Neubauer bestätigt.