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Rufe nach Nahles in der SPD werden lauter

Berlin - In der SPD mehren sich die Stimmen gegen die Pläne von Parteichef Franz Müntefering, Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel zum neuen Generalsekretär zu machen.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit sprach sich für Andrea Nahles als neue Generalsekretärin aus. Der SPD-Politiker sagte am Sonntagabend in der ARD, die Parteilinke könne überzeugend die Inhalte der SPD voranbringen. Zwar habe Müntefering als Parteichef das Erstvorschlagsrecht. «Aber ich glaube, Franz Müntefering sollte noch einmal nachdenken, Andrea Nahles ist eine herausragende Persönlichkeit.»

Der SPD-Linke Ottmar Schreiner warnte den künftigen Vize-Kanzler Müntefering davor, seinen Vertrauten Wasserhövel zum Generalsekretär zu machen. «Wenn man die Partei zu eng an die Koalition bindet, führt das dazu, dass die notwendige produktive Entwicklung der Partei eingeschränkt wird», sagte Schreiner der «Welt am Sonntag».

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach zeigte sich überzeugt, dass Nahles bei einer Kampfabstimmung beim Parteitag in Karlsruhe Mitte November große Chancen hätte, gewählt zu werden. Nahles sei gut in der Partei verankert und stehe für einen Generationswechsel. Wasserhövel sei eine «Überraschungsbesetzung, um es sehr zurückhaltend zu formulieren», sagte der Gesundheitsexperte.

Zuvor hatten sich bereits führende SPD-Politiker darauf verständigt, Nahles zu einer Gegenkandidatur aufzufordern. Unter ihnen sind der saarländische SPD-Chef Heiko Maas und der niedersächsische SPD-Vorsitzende Wolfgang Jüttner. Sie wollen ein «politisches Schwergewicht» als Generalsekretär. Unterstützt wird die Initiative auch von Mitgliedern des Netzwerks jüngerer Sozialdemokraten.

Offiziell will Müntefering seine Vorschläge für die künftige Besetzung der SPD-Spitze am 31. Oktober vorgelegen. Ein zunächst für Sonntag geplantes Treffen des Parteipräsidiums wurde kurzfristig abgesagt. Der bisherige Generalsekretär Klaus Uwe Benneter wird auf dem Parteitag nicht wieder antreten.

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Datum:  24.10.2005
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Thomas Hirschbiegel

Aufschriften auf Firmenwagen sind immer wieder ein ergötzliches Thema. Jetzt stand ich am Eimsbütteler Markt hinter einem Transporter, auf dem stand: „Vor Ihnen fahren die Maler mit Freude am Beruf.“