Whistler - Gerd Schönfelder aus Kulmain hat bei den Winter-Paralympics zum Abschluss der Alpin-Wettbewerbe seine vierte Goldmedaille nacheinander geholt, der Surberger Martin Braxenthaler gewann sein drittes Gold in Vancouver.
In seinem letzten paralympischen Rennen gewann der 39-Jährige Schönfelder in Whistler Creekside dank eines tollen Slalomlaufs die Premiere der Super-Kombination (stehend). Nach dem Auftakt-Wettbewerb Super-G hatte der einarmige Schönfelder noch auf Platz zwei gelegen. Zuvor hatte er bereits im Riesenslalom, im Super-G und in der Abfahrt gewonnen sowie im Slalom Platz zwei belegt. Mit 16 Siegen und insgesamt 22 Medaillen seit 1992 ist Schönfelder erfolgreichster deutscher Starter bei Winter-Paralympics.
Im Anschluss sicherte sich der querschnittgelähmte Monoskifahrer Braxenthaler bei der ebenfalls erstmalig abgehaltenen Super-Kombination (sitzend) die Goldmedaille. Braxenthaler fing als Fünfter nach dem Super-G die vier vor ihm liegenden Konkurrenten mit einem exzellenten Slalomlauf noch ab. Der 38-Jährige hatte zuvor auch den Slalom- und den Riesenslalom-Wettbewerb gewonnen und war im Super-G Zweiter geworden.
Unterdessen ist im Sledge-Hockey Top-Favorit und Turin-Gewinner Kanada ohne Medaille geblieben. Das Gastgeber-Team unterlag Japan in der Vorschlussrunde überraschend mit 1:3 und verlor vor 5462 Zuschauern in der UBC Thunderbird Arena von Vancouver, unter ihnen Kanadas Premierminister Stephen Harper, auch das «kleine Finale» gegen Norwegen mit 1:2. Paralympics-Gewinner wurde das Team der USA, das sich im Endspiel gegen Japan mit 2:0 durchsetzte. Eine deutsche Mannschaft hatte sich nicht für die Paralympischen Winterspiele qualifiziert.