Es geht ihm beschissen - nicht mehr und ganz gewiss nicht weniger. Paolo Guerrero schleppte sich gestern eine gute Stunde über den Trainingsplatz, erzählte nach der Einheit enttäuscht: "Ich glaube nicht, dass ich spielen kann, fühle mich total schlapp." Von der Länderspielreise nach Peru hat der Stürmer ein unschönes Souvenir mit nach Hamburg gebracht. Ein "flotter Otto" macht den 23-Jährigen total fertig.
"Ich habe was Falsches gegessen. Es geht einfach nicht weg", klagt Guerrero. Schlägt nach dem (wahrscheinlichen) Ausfall des Peruaners und der Abkommandierung Choupo-Motings zur U19-Nationalelf nun doch Mohamed Zidans Stunde? "Ich muss geduldig sein", sagt der Ägypter, dem die sportliche Leitung zuletzt nicht ausreichende Trainingsleistungen attestierte. Womöglich darf er heute schon ran. "Es gibt Spieler, die packen es direkt, andere brauchen halt ein bisschen mehr Zeit. Man sollte Stürmer aber auch nicht immer nur an Toren messen", sagt Stevens. Der Coach wird sich zwischen dem Sorgenkind und dem gegen Nürnberg starken Olic entscheiden müssen. Der Kroate musste jüngst zwar stets im linken Mittelfeld ran, ist durch seine Laufstärke aber gerade auswärts ein unangenehmer Unruheherd für des Gegners Aufbauspiel.