Paolo Guerrero hängt in der Luft. Auf dem Platz gegen Freiburg und im Geschacher um seine Zukunft. Die Gespräche mit dem HSV stocken. Genauso wie das Spiel seiner Mannschaft. Der Peruaner aber möchte Klarheit - nicht nur auf dem Platz.
Guerreros Vertrag läuft am Saisonende aus, Gespräche zwischen Berater Rodger Linse und dem Verein verliefen bisher ergebnislos. Fünf Millionen Euro soll der Stürmer als Jahresgehalt gefordert haben. "Das stimmt so nicht", sagt er zur MOPO. Die Hamburg-Pläne des "kleinen Kriegers" gehen über das Jahr 2010 hinaus. "Ich möchte bleiben. Ich liebe die Stadt, ich liebe die Mannschaft." Noch aber habe sich sein Berater nicht bei ihm gemeldet.
Nicht das einzige Problem des 25-Jährigen. Auch das Spiel gegen Freiburg trieb ihm Sorgenfalten auf die Stirn. "Im Laufe des Spiels hat uns das Tempo gefehlt." Guerrero erwartet ein hammerhartes Jahr, vor allem engmaschige Abwehrbollwerke. "Das wird eine schwere Saison für uns. Alle wissen, dass der HSV eine gute Mannschaft hat. Alle werden versuchen, nur auf Konter zu spielen. Wir bekommen Probleme, wenn eine Mannschaft so spielt, weil uns dann die Räume fehlen. Das ging Bayern gegen Hoffenheim ja genauso."
Zwei Wochen Vorbereitung fehlen, meint Coach Bruno Labbadia. Paolo Guerrero aber kann die Pläne des Vorgängers Martin Jol durchaus nachvollziehen. "Kann sein, dass Labbadia recht hat. Aber in der letzten Saison hatten wir von allen Mannschaften die meisten Spiele. Das war sehr hart. Natürlich haben wir uns gefreut, dass wir länger Urlaub als alle anderen hatten." Fraglich nur, ob die Freude nicht im Keim erstickt. "Es ist keine Frage, dass wir gegen Dortmund gewinnen müssen."