Ein Mal noch Durchblick bewahren - und das nach Möglichkeit besser als auf der gestrigen Anreise nach Paderborn. Die geriet zum Geduldsspiel mit zahlreichen Zwangspausen, weil die Frontscheibe des Busses immer wieder gefror.
Ein Omen für die Begegnung, die um 13.30 Uhr angepfiffen wird? Ein Selbstgänger wird das Match beim ausgeglichensten Team der Liga (fünf Siege, sechs Unentschieden, fünf Niederlagen, Platz 12 mit 21 Punkten und 22:22 Toren) ganz gewiss nicht. "Ich schätze den SC stärker ein als Fürth", warnt Holger Stanislawski. Der Coach outete sich schon vor Wochen als Fan des Paderborner Konzepts ("Ich mag es, wie sie Fußball spielen") und hat gehörigen Respekt: "Sie leben vom Kollektiv."
Und dann sind da noch gar gruselige Erinnerungen. Zum einen an den letzten Auftritt bei den Ostwestfalen (1:4), zum anderen an das vergangene Jahr. Da ging's für die Braun-Weißen am 17. Spieltag bei klirrender Kälte zum FSV Frankfurt - und mit leeren Händen heim. 0:1 trotz drückender Überlegenheit, Frust unterm Tannenbaum. Neuauflage streng verboten!
"Die Pause kommt für die Jungs genau zur richtigen Zeit", weiß Stanislawski. "Mental mussten sie in dieser Halbserie eine Menge leisten. Körper und Geist brauchen dringend Ruhe." Und die lässt sich natürlich nur dann wirklich genießen, wenn man keine Pleite mit in die Feiertage nimmt. Durch die Niederlagen der Verfolger aus Duisburg (0:2 gegen Aachen) und Düsseldorf (1:2 in Rostock) kann St. Pauli seine Ambitionen zementieren, wenn in Paderborn gepunktet wird. "Es ist doppelt ärgerlich, wenn wir Zähler verschenken, weil wir unkonzentriert sind", verweist Stani auf das jüngste Last-Minute-Remis gegen Fürth (2:2).
Ähnliches soll sich heute auf Gedeih und Verderb nicht wiederholen. Nicht in den letzten 90 Minuten einer grandiosen Hinserie. Macht's noch einmal richtig, Jungs! Ihr habt es euch so verdient!
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?