MOPONews
News

Operette

Anarcho-Theater ohne Höhepunkte

"Alles muss Müll werden", lautet das Motto des Abends. Und das wird gleich im Foyer aufgegriffen: Überall liegen ausrangierte Tour-Utensilien ­ schmuddelige Bühnen-Klamotten oder die berühmte "Zitze", jener übergroße Alkohol-Spender fürs Publikum. Eine Band spielt "Killing In The Name" von Rage Against The Machine, und irgendwo kann man sich sogar die Deichkind-Uniform ­- einen Müllsack! ­- überstreifen.



Drinnen im Saal türmen sich im Bühnenhintergrund vollgestopfte Beutel bis unter die Decke, und die neue "Zitze" "könnte doch auf das Dach der Elbphilharmonie installiert werden", schlägt Deichkinds Philipp Grütering unter höflichem Beifall vor.



Deichkinds Anarcho-Theater ist eine collagenartige Zusammenstellung von Szenen, die sich jeglicher Dramaturgie verweigern. Die Band spielt mit unterschiedlichen Sichtweisen auf ihr bisheriges Schaffen: Da ist zum Beispiel Ferris, der mit Soziologen-Vokabular über Deichkind-Konzerte monologisiert, die "für das sexualisierte Subjekt wie ein perfektes Klo sind".



Schauspieler schlüpfen in die Kostüme der Bandmitglieder, während sich die Bühne dreht und man einen Blick hinter die üblichen Deichkind-Kulissen gewährt bekommt. Das ist zum Teil tatsächlich erheiternd, etwa wenn Regisseur Ted Gaier die Ergebnisse einer Umfrage vorliest, bei der sich Fans selbst beschreiben sollen.



Der ansteckende Euphorie-Showdown bleibt allerdings aus, weil die Band diesmal eben nicht die Rolle des Animateurs, sondern des kritischen Beobachters einnimmt. Der Großteil des Publikums bleibt da enttäuscht

zurück. (siems)



Kampnagel: Heute und morgen, 20.30 Uhr, 1 2-28 Euro

Weitere Meldungen News
Die Leiche der 68-Jährigen soll das böse Pärchen im Schlamm vergraben haben.

Ein junges Paar in China wird eines grausigen Verbrechens beschuldigt: Die beiden 25-Jährigen sollen eine Frau nach einem Autounfall lebendig begraben haben.  mehr...

Ein 32-jähriger Bielefelder hat sich auf einem Spielplatz ausgezogen.

Weil er im Internet gelesen hat, dass man sich außerhalb geschlossener Ortschaften ausziehen und nackt der Öffentlichkeit präsentieren darf, hat ein 32-Jähriger Bielefelder gleichmal alle Hüllen fallen lassen.  mehr...

Der Börsengang es sozialen Netzwerks Facebook verlief chaotisch.

Der Wirbel um Facebook hält an: Nach Informationen mehrerer US-Medien erwägt das Soziale Netzwerk, wegen der massiven technischen Pannen beim Handelsstart die Börse zu wechseln.   mehr...

Datum:  27.2.2010
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken
Typisch Frau

Der Mai ist da, die Leute heiraten. So mit Mitte zwanzig kriegt die Frau die ersten „Hurra, wir trauen uns“-Einladungen.