Revolution an der Staatsoper! Doch keine Sorge, nicht das Regie-Enfant terrible Peter Konwitschny kehrt zurück, Intendantin Simone Young hat lediglich Umberto Giordanos selten gegebene Revolutionsoper "Andrea Chénier" (Foto: Startenor Johan Botha) auf den Spielplan gesetzt. Allerdings auch nur konzertant - zu viel der (künstlerischen) Rebellion mag die Chefin dann doch nicht. Zumindest musikalisch aber geht's in der Geschichte um den Dichter, der zu Zeiten der Französischen Revolution einer jungen Gräfin Unterschlupf bietet und dafür auf die Anklagebank gerät, hochdramatisch zu. Was Young und ihren Philharmoniker nach "Lucia di Lammermoor" eine weitere Chance bietet, ihre Fähigkeiten in Sachen Italianità zu beweisen.
Wer's indes aufmüpfiger liebt, muss auf die kleine Bühne des Hauses ausweichen: Dort erklingt in Ned Rorems "Bertha" nicht nur Rockmusik von Nirvana und Led Zeppelin, auch die zweite Kurzoper "Gallantry" von Douglas Moore mischt Klassik und Alternative. Und bietet obendrein einen kruden Story-Mix aus Soap-Opera á la "Emergency Room" und Werbefernsehen.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?