Es war, als wolle er gar nicht weg. Um kurz nach drei verließ Ivica Olic als Letzter die HSV-Katakomben. Der Wagen vollgepackt, seine Kinder im Schlepptau. Luka und Antonio hatten vorher noch einmal ausgiebig im Kraftraum gespielt. Die Ära Olic ist Geschichte. "Wir haben mit unserem Sieg etwas erreicht. Jetzt kann ich glücklich nach München gehen", sagte der Kroate.
Zeit für Sentimentalitäten blieb noch nicht. Auch wenn ihn die Kollegen bereits in der Nacht zu Sonntag beim Bier gebührend verabschiedeten. "Wir haben lange geredet. Ich war bis vier Uhr da", meinte "Ivi". "Heute habe ich mich gefühlt, als ob ich morgen wieder hier herkomme. Ich werde das erst in einem Monat realisieren."
In Frankfurt knipste Olic zum 25. Mal, erreichte damit sein gestecktes Saisonziel. Mission erfüllt. "Eine schöne Nummer", sagte er. In München können sie sich auf den nimmermüden Stürmer freuen. Der 29-Jährige hat mit seiner Frau alle Vorbereitungen getroffen: "Wir haben schon ein Haus in Ottobrunn gefunden." Seine Söhne meldet "Ivi" in München bald im Fußballverein an. Gut vorstellbar, dass die Familie auch nach der Karriere an der Isar lebt.
Tschüs, Hamburg. Olic aber kommt wieder. Auch nach seiner Zeit als Profi: "Dann will ich mir HSV-Spiele angucken."