Krise - welche Krise? Auf dem Genfer Autosalon geben die großen Hersteller richtig Gas. Oder besser: Strom. Denn Öko und Hybrid sind angesagt. Zwei, drei Jahre nach den Japanern kommen die deutschen Hersteller endlich in die Puschen und rufen mit den ersten Edel-Hybrids die grüne Welle aus.
Allen voran der neue Porsche-Chef Michael Macht, der gleich drei Hybrid-Modelle vorstellt. Elektroantrieb und Sportwagen - was vor Jahren noch als undenkbar galt, steht nun am Genfer See auf der Weltbühne: Der Porsche 918 Spyder ist bis zu 320 km/h schnell, soll aber nur drei Liter auf 100 km verbrauchen - da wird selbst die japanische Konkurrenz blass. Zum Porsche-Trio gehören noch der Cayenne S Parallel-Vollhybrid (zwei Motoren nebeneinander) und der rassige Rennwagen 911 GT3 R Hybrid, dessen Dynamik selbst Michael Schumacher verblüffte.
Der Zeitpunkt scheint nicht schlecht gewählt. Während der Weltmarktführer Toyota in einer tiefen Vertrauenskrise steckt und seine Hybrid-Prius in die Werkstatt zurückrufen musste, stoßen Mercedes mit der Studie F800 (angeblich nur 68 Gramm CO2 pro 100 km) und BMW (5er Hybrid) in die Zukunft vor. Auch Audi präsentiert endlich sein Flaggschiff, den A 8, mit Hybrid-Antrieb. Justin Timberlake durfte die Audi-Kleinwagen-Offensive mit dem neuen A1 einläuten. VW stellte seinen großen SUV Tuareg ebenfalls mit Hybrid vor.
Die deutschen Premiumhersteller lassen sich die Elektro-Offensive viel Geld kosten - das sie eigentlich gar nicht haben. Die Gewinne der Edelmarken sanken von 6,85 Milliarden Euro (2007) auf ganze 550 Millionen in 2009. Nach dem Abwrack-Hype sind die Neuzulassungen in den Keller gerauscht.
Immerhin steckt dieser Autosalon den Weg in die Zukunft fest: Über Hybrid geht's zum Elektroauto.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?