Sie hatten ihren Nachwuchs mitgebracht und jede Menge Wut. Studierende Eltern haben gestern Nachmittag vor dem Rathaus protestiert. Die jungen Mütter und Väter sind aufgebracht, weil sie künftig Studiengebühren bezahlen müssen - bislang waren sie befreit.
Dabei ist die geplante neue Regelung, die der Wissenschaftsausschuss gestern diskutierte, für viele Studenten durchaus akzeptabel: Ab Herbst beträgt die Campus-Maut nur noch 375 Euro statt 500 Euro, zurückgezahlt werden muss erst nach dem Studium ab 30000 Euro Jahresbruttoverdienst.
Der Haken: Finanziert wird die Neuregelung unter anderem dadurch, dass nur noch die wenigsten Studenten von der Gebühr befreit werden. Auch wer Kinder hat, behindert oder chronisch krank ist, muss künftig zahlen. Nur wenn sich das Studium verlängert, gibt es die Extra-Semester gratis.
Ein Unding, wie die Eltern vor dem Rathaus und Studentenvertreter finden. Benjamin Gildemeister, Chef der Studentenvereinigung AStA: "Der Senat will durch die Reduzierung die Akzeptanz von Studiengebühren erhöhen. Dies geschieht nun auf Kosten derjenigen, die es auch ohne Gebühren schon schwer genug haben."
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