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NEUES SCHUL-PROJEKT

Die Sex-Gefahr lauert im Netz

Sexueller Missbrauch, Vergewaltigung, Kinderpornografie. Immer mehr Jugendliche werden über das Internet Opfer von Perversen. Gerade in so genannten Chatrooms ist die Gefahr groß. Denn hier tummeln sich als freundliche Kumpel getarnte Erwachsene, die Jugendliche sexuell missbrauchen wollen. Erst im Mai dieses Jahres machte ein Fall aus Billstedt Schlagzeilen: Zwei Mädchen (12 und 13) wurden von zwei Jungen vergewaltigt, die sie zuvor in einem Chatroom kennen gelernt hatten. Mit dem Schul-Projekt "Chancen und Risiken des Internets" macht die Einrichtung "Allerleirauh" auf die Gefahren aufmerksam.



Fast 70 Prozent der zehn- bis 16-Jährigen chatten (engl. für plaudern) regelmäßig. Ebenso viele Mädchen gaben bei einer Umfrage der Beratungsstelle an, schon einmal im Internet "angemacht" worden zu sein. "Es gibt dabei erhebliche Unterschiede im Schweregrad", sagt Claudia Zampolin von "Allerleirauh". Es beginnt oft damit, dass die Mädchen im Chat aufgefordert werden, sich genauer zu beschreiben. Auch werden sie nach ihrer Unterwäsche gefragt. "Es gibt Fälle, in denen die Mädchen sich vor einer Webcam entkleiden oder sich sexuelle Handlungen angucken sollen, auch Kinderpornografie", so Zampolin. Das Thema sexueller Missbrauch im Internet spiele inzwischen eine große Rolle bei "Allerleirauh". Denn fast alle Jugendliche nutzen das Internet.



In einem Kooperationsprojekt mit mehreren Hamburger Schulen wird deshalb auf die Gefahren aufmerksam gemacht. Die Schulen nehmen das Thema im Unterricht auf, Theateraufführungen werden gezeigt - wie das Stück "click it", das gestern in der St.-Pauli-Kirche vor rund 150 Schülern aufgeführt wurde. "Eltern sollten den Umgang mit dem Internet nicht verbieten, sondern sich informieren, wie sie ihre Kinder vor Übergriffen schützen können", sagt Zampolin.

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Datum:  12.10.2007
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