Noch im Dezember zogen zornige HHLA-Mitarbeiter durch Hamburg und beschimpften Staatsrat Günter Bonz als "Lügner". Eine Machtdemonstration, die für einen Tag die Hamburger Hauptschlagader, den Hafen, stilllegte. Inzwischen sind die Töne moderater, fast friedlich. Wirtschaftssenator Gunnar Uldall lobte auf der Jahres-Pressekonferenz des Hafens sogar ausdrücklich den HHLA-Betriebsrat als "sehr verantwortungsvoll". Nach MOPO-Informationen bemühen sich Senat, Betriebsrat und ver.di um eine Kompromisslösung: den Börsengang der HHLA! Ein Verkauf an Investoren wäre demnach vom Tisch.
Nach der misslungenen Übernahme durch Hartmut Mehdorns Deutsche Bahn AG hatte der Senat im Herbst 49 Prozent an der Hafen und Logistik AG europaweit zum Kauf ausgeschrieben. Uldall will so eine Milliarde Euro einnehmen, die ihm für den Ausbau des Hafens und der Hafenbahn fehlen.
Investoren stehen seitdem Schlange, darunter immer noch die Bahn AG mit dem Finanzinvestor Morgan Stanley, die britische Edel-Heuschrecke "3i" (heuerte den früheren HHLA-Chef Peter Dietrich als Berater an), Dubai Ports, Allianz Capital und Macquarie (Australien).
Experten sind nun dabei, aus über 30 seriösen Bewerbern 10 Favoriten rauszupicken, die dann ihre exakte Preisvorstellung hinterlegen sollen. Bis Mai wollte der Senat entscheiden. Jetzt heißt es plötzlich: "Eine Lösung ist binnen weniger Wochen möglich", so Uldall. Die Lösung ist offenbar die, die HHLA-Chef Klaus-Dieter Peters von Anfang an vorschwebte: ein Börsengang der HHLA mit stimmrechtslosen Aktien. Das Börsenumfeld ist nach wie vor exzellent - keine Frage, dass ein Umschlagsbetrieb wie die HHLA (3500 Mitarbeiter) am Aktienmarkt heiß begehrt wäre. Über das Vehikel der stimmrechtslosen Aktien könnte der Senat sicherstellen, dass er auch in einer Aktiengesellschaft das Sagen hätte. Eine Renditevorgabe von 20 Prozent und mehr bliebe der HHLA und ihren Mitarbeitern erspart. "Ein Börsengang ist eine Lösung, allerdings nur die zweitbeste", räumt selbst ver.di-Boss Wolfgang Rose ein.
Die aus seiner Sicht beste Lösung, dass die Stadt Eigentümer der "Perle" HHLA bleibt, ist wohl Utopie. Denn Uldall sieht den Finanzbedarf eigentlich weit höher als eine Milliarde: Inzwischen ist klar, dass die Erlöse aus dem Verkauf der Grundstücke in der Hafencity nicht reichen, um den für die HHLA erbauten Containerterminal CTA in Altenwerder abzuzahlen.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?