MOPONews
News

NEUE STUDIE BEWEIST

So frech zocken uns die Gas-Konzerne ab

Die Abzocke auf dem Gasmarkt geht weiter: Viele deutsche Gasversorger haben die dramatische Preissenkung beim Öl nicht an die Verbraucher weitergegeben. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der saarländischen Hochschule für Technik und Wirtschaft im Auftrag der Grünen. Die Folge: Im Schnitt zahlen Familien rund 150 Euro im Jahr mehr für ihr Gas, als nötig wäre.



"Die Verbraucher zahlen rund zwei Milliarden Euro zu viel", klagt die Energieexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Bärbel Höhn. Hintergrund: Vertraglich ist der Gaspreis mit einer halbjährigen Verzögerung an den Preis für leichtes Heizöl gekoppelt. Der Ölpreis ging in 2008 durch die Decke und zog am Ende auch den Gaspreis mit sich nach oben. Seitdem hat sich die Preis für Rohöl und Heizöl aber halbiert. "Im ersten Halbjahr 2009 müsste das zu Preissenkungen bei Gas von rund 25 Prozent führen", haben die Experten Gunnar Harms und Prof. Uwe Leprich ausgerechnet. In der Realität lagen die Preissenkungen aber nur bei 12 bis 14 Prozent. "Es gibt keinen Wettbewerbsdruck", klagt Leprich.



In fünf Fallstudien (Oldenburg, Berlin, Köln, München, Helmstedt) haben die Experten die Einkaufspreise, den Heizölpreis und die tatsächlichen Gaspreise der lokalen Versorger verglichen. Beispiel: Die E.on-Tochter Avacon (Helmstedt) liegt auch nach den Preissenkungen bei 5,75 Cent je Kilowattstunde - und so deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Fazit der Experten: Bei Avacon zahlt man bei einem Jahresverbrauch von 20000 Kilowattstunden rund 80 Euro zu viel.



Beim Ex-Monopolisten E.on Hanse (früher: Hein Gas und Schleswag) in Quickborn, mit einem Marktanteil von über 90 Prozent immer noch mit riesigem Abstand Platzhirsch in Hamburg, liegt der Preis im gängigen "Klassik-Tarif", den 70 Prozent der Hanse-Kunden nutzen, sogar bei 5,96 Cent pro kWh. Und das, obwohl E.on Hanse die Preise zum 1. Februar und zum 1. April in zwei Stufen um insgesamt 19 Prozent gesenkt hat. "Wir haben gemacht, was wir konnten", erläutert die Sprecherin der E.on Hanse-Vertriebs-GmbH, Iris Franco Fratini. Sie verweist darauf, dass Hamburg der umkämpfteste Gasmarkt in Deutschland sei. Nach mehreren Konflikten mit der Netzagentur und den Gerichten stehen alle E.on-Töchter unter Beobachtung. Die aggressiven Konditionen kleinerer Konkurrenten sieht man in Quickborn als "Kampfpreise, um mit allen Mitteln, auch mit Verlusten, in Hamburg Marktanteile zu gewinnen".



Für die Bundes-Grünen in Berlin lässt die Studie nur einen Schluss zu: "Die Gasversorger müssen die Preise bis zum Winter um weitere 25 Prozent senken, wenn es mit rechten Dingen zugeht", so Bärbel Höhn. Die Bundesregierung hat bereits das Kartellamt eingeschaltet. Wirtschaftsminister zu Guttenberg forderte die Kartellämter der Länder auf, im Sinne der Verbraucher einzugreifen.



Um 0,5 Cent je Kilowattstunde zu teuer? Werner Brinker, Chef der EWE in Oldenburg, verdient bestens am Gas-Geschäft.



19 Prozent mehr Gewinn 2008 - Andreas Proh, Chef des einstigen Berliner Gas-Monopolisten Gasag

Weitere Meldungen News
Das Spiel Bimmel-Bingo lief in Stefan Raabs Sendung TV-Total.

Bei dem Streit ging es um 75.000 Euro. ProSieben ist mit seiner Klage gegen die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) vor dem Bundesverwaltungsgericht gescheitert.  mehr...

Am Mittwoch kämpfen sie um den Titel: die Let's Dance-Finalistinnen Rebecca Mir (links) und Magdalena Brzeska.

Es ist der große Kampf um den Titel "Dancing Star 2012": Beim Finale von Let's Dance treten Magdalena Brzeska und Rebecca Mir gegen einander an. Wer macht das Rennen?  mehr...

Angeblich steckt darin Ronald Reagans Blut: Diese Ampulle kommt derzeit in Großbritannien unter den Hammer.

Ein Unbekannter verkauft eine Ampulle mit Blut des ehemaligen US-Präsidenten. In den Vereinigten Staaten ist die Bestürzung darüber groß.  mehr...

Datum:  16.4.2009
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken
Typisch Frau

Der Mai ist da, die Leute heiraten. So mit Mitte zwanzig kriegt die Frau die ersten „Hurra, wir trauen uns“-Einladungen.