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SOZIALPROJEKTE VON SCHÜLERN

Naschen, aber bitte fair!

Tausende Hamburger Schüler engagieren sich in sozialen Projekten auf der ganzen Welt. Die MOPO und die PSD Bank honorieren diesen Einsatz: Unterstützt von der Schülerkammer suchen wir die besten Projekte und prämieren sie mit insgesamt 15000 Euro. In der MOPO stellen die Schüler ihre Themen vor.



Projekt 3: Schüler des Gymnasiums Altona vermarkten mit ihrer Firma FairChoc einen eigenen Schokoriegel - und setzen sich damit für den fairen Handel ein.



Wir werden oft gefragt, warum fair gehandelte Schokolade so teuer ist. Das zeigt: Nur wenige Menschen wissen, wie schlecht die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kakaobauern sind. Denn faire Schokolade ist nicht zu teuer - sondern die in den Supermärkten ist viel zu billig.



Seit 2003 wollen wir mit unserer Schülerfirma FairChoc das Bewusstsein dafür schärfen, und seit 2006 vermarkten wir zusammen mit der Bremer Schülerfirma "Kursivdesign" sogar einen eigenen Bio-Schokoriegel namens "Fairoco". Der kostet 80 Cent, produziert wird er von der Fair-Handelsorganisation GEPA.



Die Idee von FairChoc ist nicht nur der Verkauf fair gehandelter Produkte. Wir wollen das Konzept des fairen Handels verbreiten - etwa mit Infopaketen. FairChoc ist leckere Schokolade, ein Stückchen bessere Welt und ein gewinnbringendes Geschäft in einem.



Anfang 2004 knüpften wir Kontakt zu Kleinbauern der Kakaokooperative Conacado in der Dominikanischen Republik, von hier stammt der Kakao für unseren Riegel. Im Herbst 2004 konnten wir sogar dorthin reisen. Die Menschen haben sich gefreut, waren aber auch überrascht, dass Jugendliche aus einem reichen Land sich für sie interessieren. Wir sahen, wie Kakao angebaut wird - und wie die Menschen in Yamasà leben, einer der ärmsten Regionen des Landes. Außerdem lernten wir Schüler des Lyceo Yamasà kennen, deren Schule durch Erlöse aus dem fairen Handel unterstützt wird. Wir gewannen viele neue Eindrücke und zusätzliche Motivation, denn wir erlebten, dass unsere kleine Schülerfirma etwas verändern kann. Inzwischen ist das Lyceo Yamasà Partnerschule des Gymnasiums Altona - und 2005 gab es den ersten Gegenbesuch.



FairChoc wird jetzt von jüngeren Schülern geführt, einige Mitbegründer beraten aber auch nach dem Abitur - damit Schokolade weiterhin die Welt verbessert.

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Datum:  18.9.2007
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