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Nach Mord an Frau und Tochter: Waffennarr verschanzt sich in Waldbunker - Polizei sprengt Eingang

Der Eingang zu dem Waldbunker.

Der Eingang zu dem Waldbunker.

Foto:

dapd

North Bend -

Peter Keller war für das letzte Gefecht gut gerüstet. Mit mindestens 13 Feuerwaffen, großen Mengen Munition und mehreren Propangasflaschen verschanzte sich der 41-Jährige in einer Höhle in den Wäldern des US-Staats Washingtons.

Als die Spezialeinsatzkräfte der Polizei den selbst gebauten Bunker an einem Berghang am Samstag schließlich stürmten, fanden sie nur noch die Leiche des Mannes. Er hatte sich offenbar selbst erschossen.

Nach Peter Keller wurde gesucht, weil er am vergangenen Wochenende seine Frau und seine Tochter getötet haben soll. Nach einer 22-stündigen Belagerung versuchte die Polizei zunächst, ihn mit Tränengas aus seinem Bunker zu treiben. Als das Gas keine Wirkung zeigte, sprengte das Einsatzkommando den Eingang des Bunkers und stürmte die Höhle.

Hinweise von Wanderern

Seine Familie beschrieb den Mann als Waffennarr mit der Einstellung eines Überlebenskämpfers. Die Anlage war nach Angaben von Sheriff Cindi West „schwer befestigt“. Der Mann soll acht Jahre damit verbracht haben, die Höhle in den Berg in einem beliebten Wandergebiet östlich von Seattle zu graben.

Die Polizei brauchte mehrere Stunden in dem Waldgebiet, um seinen Bunker zu finden. Hinweise erhielten sie von Fotos der Gegend, die in dem Haus des Verdächtigen gefunden wurden sowie von Wanderern. Der Mann war nicht mehr gesehen worden, nachdem am vergangenen Wochenende seine Frau und seine Tochter tot aufgefunden worden waren. Die Hintergründe der Tat waren unklar.