Nach Informationen des Radiosenders NDR 90,3 will der Veranstalter zumindest einen großen Teil der Gage nicht ausbezahlen.
Der Dompteur aus Augsburg war in der vergangenen Woche bei einer festlichen Dinner-Party in der Manege der „Alten Hagenbeck’schen Dressurhalle“ gestolpert und vor den Augen von fast 200 Showgästen von drei bengalischen Tigern lebensgefährlich verletzt worden.
Dabei erlitt der 28-Jährige nach Angaben der Rettungskräfte ein offenes Schädel-Hirn-Trauma und schwere Verletzungen am Brustkorb. Entgegen ersten Meldungen sei dem Tiertrainer keine Hand amputiert worden. In den kommenden Tagen sollte die künstliche Beatmung langsam abgesetzt und das künstliche Koma schrittweise beendet werden.
Die Eltern des Dompteurs sind mit ihren Gagenforderungen beim Veranstalter Stefan Pagels laut NDR 90,3 offenbar gescheitert und mit leeren Händen nach Hause gefahren. Ihnen sei mitgeteilt worden, dass das Geld für den Transport der Tiger weitgehend aufgebraucht worden sei. Pagels war am Freitag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Auf seiner Internetseite heißt es, dass Interviewanfragen derzeit abgelehnt würden. Alle Beteiligten bräuchten Kraft und Ruhe.
Ob der Dompteur jemals in die Manege zurückkehren kann, ist fraglich. Bis er aufwacht und selbst entscheiden kann, will die Familie die zwölf Tiger durchbringen. Die Unterbringung der Tiere soll monatlich mehrere Tausend Euro kosten. Für die nächsten zehn Monate werden rund 45 000 Euro benötigt.
(jk/dpa)