Der tragische Tod des Champion-Pferdes hatte nur einen Zeugen: den Jockey. Den Zuschauern an der Horner Rennbahn blieben der Unfall und die Qualen des Vierbeiners verborgen. Verdeckt von den Hecken des Hinderniskurses hatte sich der beim spektakulären "Seejagdrennen" am Dienstagabend in Führung liegende Vorjahressieger Helmac mit Jan Korpas im Sattel das linke Vorderbein gebrochen. Der siebenjährige Wallach musste an Ort und Stelle eingeschläfert werden.
Der Unglücksfall auf der Galopprennbahn, wo noch bis Sonntag die traditionsreiche Derby-Woche stattfindet, wirft einmal mehr die Frage auf, ob die Risiken der umstrittenen Hindernisrennen über Hecken, Wälle und Gräben für Ross und Reiter zumutbar sind. Letztere bezahlen den Preis oft mit ihrer Gesundheit, Erstere nicht selten mit ihrem Leben. Schwere Unfälle seien die Ausnahme, das Restrisiko des Sports, sagen Befürworter. Von Tierquälerei sprechen die Gegner, die ein Verbot fordern (siehe Interview).
"Es wird weiterhin Hindernisrennen in Horn geben", stellt Derby-Chef Eugen-Andreas Wahler klar. "Der Unfall von Helmac ist tragisch und traurig. Aber ein Risiko ist nie ganz auszuschließen. Das gehört zum Reitsport dazu."
Beliebt bei den Zuschauern, risikoreich für die Pferde. "Natürlich sind Hindernisrennen gefährlicher als Flachrennen, denn es gibt schwierige Sprünge über feste Hindernisse", sagt einer, der es wissen muss: Christian von der Recke. Der Kölner ist unmittelbar betroffen von Helmacs Schicksal. Er war der Trainer des Pferdes, das in seiner Karriere fünf von sechs "Seejagdrennen" gewann.
Trotz des Schocks und der Trauer über den Verlust seines besten Pferdes macht er sich für Hindernisrennen in Horn stark. "Wegen dieses Unglücksfalles darf man nicht alles infrage stellen." Der Kurs in Horn sei "fair für die Pferde, da gibt es keinen Sprung, der bedenklich ist. Horn war Helmacs Lieblingsbahn, da hatte er nie Probleme." Er werde weiterhin Pferde Hindernisrennen bestreiten lassen, denn: "Bei Galopprennen ohne Hindernisse passieren auch immer wieder tödliche Unfälle."
Die Bilanz in Horn: In den vergangenen zehn Jahren mussten sieben Pferde nach Rennunfällen eingeschläfert werden - in Flach- und Hindernisrennen. Das ist im internationalen Vergleich eine geringe Zahl. Einschläfern ist die letzte (Er-)Lösung für Pferde, die komplizierte Brüche erleiden. "Ein Trümmerbruch heilt bei einem Pferd nicht", erklärt Christian von der Recke, "denn es kann nicht wochenlang liegen wie ein Mensch."
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?