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HSV feuert Trainer Bruno Labbadia

Bruno Labbadia verlässt das HSV-Vereinsgelände

Foto: dpa

Das Training mit zehn Spielern leitete am Montag bereits Technik-Trainer Ricardo Moniz (45), der nun bis Saisonende das Team übernimmt. Am Donnerstag (21.05 Uhr, Live-Ticker auf MOPO.DE) muss das Team im Rückspiel des Europa-League-Halbfinals beim FC Fulham antreten. Im Hinspiel waren die Hamburger nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Bruno Labbadia, dem die Entscheidung am frühen Montagmorgen mitgeteilt wurde, verließ um 16.26 Uhr das HSV-Vereinsgelände. Auch Co-Trainer Eddy Sözer musste gehen.



"Wir haben die Situation wie angekündigt analysiert. Sie hat sich so dargestellt, dass wir nicht erwarten konnten, das Spiel am Donnerstag in Fulham erfolgreich zu bestehen", sagte Hoffmann auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Montagmittag und führte weiter aus: "Es war der letzte Zeitpunkt, um zu reagieren, um das Ziel Europa League nicht zu gefährden."



Zum Interims-Trainer sagte der HSV-Boss: "Wir sind davon überzeugt, dass Ricardo Moniz die Prozentpunkte aus der Mannschaft herausholt, die zuletzt gefehlt haben. Er hat eine klare und deutliche Ansprache. Zudem ist er Kenner des englischen Fußballs und kann die Mannschaft somit bestens auf das wichtige Rückspiel am Donnerstag vorbereiten und einstellen."



Aufsichtsratschef Horst Becker sagte: "Es gibt Situationen im Verhältnis von Trainer und Mannschaft, da geht gar nichts mehr. Diese Situation war bei uns eingetreten und ist durch den Vorstand gelöst worden", sagte der Banker und nahm gleichzeitig den Vorstand aus der Schusslinie: "Eine Diskussion über den Vorstand oder Herrn Hoffmann werde ich nicht führen. Der Vorstand hat über Jahre hinweg erstklassige Arbeit geleistet."



In der Bundesliga ist nach dem Absturz auf den siebten Platz bei fünf Punkten Rückstand auf den Tabellensechsten VfB Stuttgart die Europa-League-Qualifikation zwei Spieltage vor Saisonende äußerst unwahrscheinlich.



Labbadia stand noch bis zum 30. Juni 2012 beim HSV unter Vertrag. Vor der Saison war der 44-Jährige für eine Ablöse von rund einer Million Euro von Bayer Leverkusen verpflichtet wurde. Er war bei seiner Verpflichtung der sechste Trainer des HSV in knapp sechs Jahren. Die Abfindung für Labbadia soll rund eine Million Euro betragen.



Zuletzt hatten sich die Zweifel gemehrt, dass Labbadia die Mannschaft noch erreicht. Höhepunkt war der öffentliche Disput zwischen Labbadia und Torwart Frank Rost, der vergangene Woche nach der ihm vorgeworfenen Disziplinlosigkeit aus dem Mannschaftsrat zurückgetreten war.

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Datum:  26.4.2010
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