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MUSIKFILM

Once

Die Story: Ein begabter Straßenmusiker (Glen Hansard) singt sich in Dublin Tag für Tag die Seele aus dem Leib, wenn er nicht gerade in der Werkstatt seines Vaters Staubsauger repariert. Eines Tages spricht ihn eine junge tschechische Immigrantin (Markéta Irglovà) an: Sie ist eine talentierte Pianistin, sie findet seine Lieder großartig, und sie hat einen kaputten Staubsauger - der Beginn einer völlig unsentimentalen, ungewöhnlichen und unmöglichen Liebesgeschichte.



Die Schauspieler: Glen Hansard, charismatischer Kopf der irischen Band The Frames, verkörpert den Straßenmusiker mit einer Mischung aus Schüchternheit und umwerfendem Charme. Zuvor hat er nur einmal in einem Film mitgespielt - als Gitarrist in Alan Parkers "Commitments". Dafür konnte er hier auf die Erfahrungen aus seiner fünfjährigen Zeit als Straßenmusikant zurückgreifen. Kein Wunder, dass er die herzzerreißenden Songs im Film so leidenschaftlich vorträgt: Es sind seine eigenen! Die tschechische Musikerin Markéta Irglovà, eine bezaubernde Kombination aus Eigensinn und Sinnlichkeit, war zur Zeit der Dreharbeiten gerade mal 18, stand zum ersten Mal vor der Kamera und steuerte ebenfalls eigene Lieder bei. Vor Jahren hatte sie Hansard ähnlich wie im Film kennen und lieben gelernt (allerdings in Prag); die beiden nahmen gemeinsam ein Album auf ("The Swell Season"), mit dem sie auch erfolgreich touren.



Der Autor und Regisseur: John Carney, selbst jahrelang Bassist in Hansards Band, erzählt in seinem dritten Kinofilm eigentlich eine klassische Junge-trifft-Mädchen-Geschichte - und doch ist hier alles anders, erfrischend originell, nie banal. Carney hat zwei durch und durch liebenswerte Charaktere mit Ecken und Kanten geschaffen und schildert die scheue Annäherung dieser beiden verwandten, verwundeten Seelen ganz ohne Kitsch und Klischees, ohne Pathos, Pomp und Posen. Indem er seine Darsteller immer wieder zu Improvisationen ermutigte, sorgte er dafür, dass es in diesem Film keinen einzigen falschen Ton gibt - im wörtlichen wie im übertragenen Sinn: Alles wirkt ehrlich, echt und glaubwürdig. Carneys Leinwand-Romanze, mit ganz wenig Geld in nur zwei Wochen gedreht, hat die Zuschauer auf der ganzen Welt verzaubert und zahlreiche Preise gewonnen, darunter den Publikumspreis in Sundance. Sie ist zugleich eine Liebeserklärung an Dublin - und an die Macht der Musik. Es zeigt sich wieder einmal, dass ein vier Minuten langer Song viel mehr ausdrücken kann als vier Seiten Dialog. Und die magisch-melancholischen Lieder, bei denen die Verschmelzung der beiden Stimmen immer wieder für Gänsehaut sorgt, gehen nicht nur ins Ohr, sie treffen auch mitten ins Herz.



Fazit: Sympathische Figuren, authentische Geschichte, fantastische Songs: Dieses hinreißende kleine Kinojuwel ist einer der schönsten Musikfilme aller Zeiten.

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Datum:  17.1.2008
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