München - Neben Michael Schumacher hat man's nicht leicht. Die Lichtgestalt der Formel 1 hat bislang alle Teamkollegen in den Schatten gestellt.
«Der Schnellste ist die Nummer 1 und das war immer der Fall, wo er auch war», sagte einmal Schumachers ehemaliger Teamkollege Eddie Irvine dem Sender «ESPN». Der Brite muss es wissen. Von 1996 bis einschließlich 1999 fuhr Irvine an «Schumis» Seite. Und nur ihm gelang es, sich in der Endabrechnung vor dem Kerpener zu platzieren. Sogar zweimal: 1997 und 1999. Zuerst allerdings, weil Schumacher nachträglich alle Punkte wegen seines Crashs von Jerez gegen den späteren Weltmeister Jacques Villeneuve gestrichen wurden, und dann noch, weil er nach seinem Silverstone-Unfall mehrere Rennen aussetzen musste. «Er war schneller als ich, also war er die Nummer 1», erkannte Irvine auch nachträglich an.
Nicht ganz so sportlich nahm Rubens Barrichello den Wettkampf mit dem derzeit siebenmaligen Weltmeister aus Deutschland. Im Duell mit dem Brasilianer wurde die Stellung Schumachers bei einem Vorfall deutlicher denn je: «Let Michael pass for the Championship» (Lass Michael für die WM vorbei), lautete die Anweisung via Boxenfunk. Sie kamen 2002 beim Großen Preis von Österreich unmittelbar vor der Zieldurchfahrt vom damaligen Ferrari-Teamchef Jean Todt. Barrichello gehorchte, Schumacher gewann das Rennen und am Ende die Meisterschaft mit doppelt so vielen Punkten (144) wie Barrichello.
Er habe in seiner Karriere schon einiges überstehen müssen, sagte der Brasilianer dann im vergangenen Jahr nach seinem Sieg in Monza, vor allem einen mehrmaligen Weltmeister. Die fünf Jahre als «Schattenmann» von Schumacher hat Barrichello offensichtlich nie so richtig verkraftet - die Statistik spricht halt auch gegen ihn: Fünf WM-Titel in der gemeinsamen Zeit für Schumacher, darunter 49 Grand- Prix-Siege. Der Südamerikaner, der sich im Vorjahr trotz aller Mühen im Brawn in Jenson Button wieder mal einem weltmeisterlichen Teamkollegen geschlagen geben musste, brachte es damals auf neun Rennsiege, er wurde zweimal WM-Zweiter.
Barrichellos Landsmann Felipe Massa machte 2005 und 2006 dagegen das Beste draus. Für den Südamerikaner wurde der Rekordweltmeister zum «Professor». Der Schüler zeigte sich wissbegierig, längst verbindet beide eine gute Freundschaft. Diese werde auf der Strecke aber nun ruhen, kündigte der Ferrari-Pilot bereits an. Und: «Alles, was ich von Michael gelernt habe, kann ich gegen ihn verwenden.»
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?