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Morddrohungen, perverse Briefe

Stalking: Wenn Stars mit der Angst leben

BMG Deutschland trennt sich von 60 Prozent der Künstler

Die meisten schweigen über ihre schrecklichen Erlebnisse. Aus Angst, Nachahmer auf sich aufmerksam zu machen. In Hollywood brachte Stalking-Terror schon viele Täter ins Gefängnis. Doch auch deutsche Prominente leben mit der Panik vor dem unbekannten Verfolger. In der ARD-Sendung „Beckmann“ spricht Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld (30) am Montagabend (22.45 Uhr) zum ersten Mal über ihre Todesangst.



"Ich habe Morddrohungen bekommen per Internet, die sehr massiv waren und mit sexuellen Drohungen einhergingen.“ Ende 2004 begann die schlimmste Zeit ihres Lebens. Catterfeld: „Ich bekam ganz schlimme Bilder geschickt, die wirklich zum Brechen waren und bei denen uns allen sehr übel geworden ist.“ Das Bedrückende: die Wehrlosigkeit. „Ich durfte damals darüber nie reden, weil man Angst hatte, dass es dann noch massiver wird.“ Catterfeld engagierte einen Leibwächter, der sie auch zu den Dreharbeiten begleitete. „Ich bin kein Mensch, der Personenschützer um sich herum haben möchte. Aber der Bodyguard hat da gewartet, und dann hat er mich ins Hotel gefahren.“



Aus Angst vor dem Verfolger versteckte sich der TV-Star zwei Monate: „Ich habe bei meinem damaligen Freund gewohnt, wobei ich irgendwann ins Hotel gegangen bin, weil ich ihn nicht gefährden wollte. Weil man natürlich auch Angst hat, dass man Menschen, die einem nahestehen, da mit reinzieht. Und es ist schlimm, wenn man einfach weiß, man kann nicht nach Hause gehen.“



Die Untersuchungen des Landeskriminalamtes blieben ergebnislos: „Es gab irgendwelche Hinweise, aber irgendwann hat es aufgehört.“ Doch nicht jeder Promi hat dieses Glück. Ein psychisch kranker Verehrer von Filmstar Jodie Foster schoss einst auf Ronald Reagan, um sie damit zu beeindrucken (weitere Stalking-Fälle siehe Kasten rechts).



Catterfeld lebt heute wieder angstfrei: „Es war eine harte Zeit, aber ich bin ein Verdrängungskünstler.“

Prominente Stalking-Opfer

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Datum:  15.3.2010
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