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MOPO UMFRAGE

Was ist das drängendste Problem in Hamburg?

Welche Lösungen haben CDU-Regierung und die Oppositionsparteien SPD, GAL, FDP und Linke? Sollen HVV-Tickets billiger und Studiengebühren abgeschafft, Mindestlöhne eingeführt werden? Lesen Sie selbst.



Frage



Wird es mehr Ganztagsbetreuung für Kinder auch nicht berufstätiger Eltern geben?



Werden die Tickets für Bus und Bahn billiger?



Was tun Sie für bezahlbare Mieten?



Bleiben die Studiengebühren?



Soll ein Mindestlohn eingeführt werden?



Wird das Büchergeld in Schulen abgeschafft?



Antwort CDU



Wir wollen auch für Kinder nicht berufstätiger Eltern die Betreuungszeit (jetzt 5 Std. täglich) verlängern.



Wir wollen die Leistungen ausbauen. Durch den Familienpass sind manche Tickets schon jetzt günstiger. Wir kurbeln den Wohnungsbau an, schaffen jährlich 5250 neue Einheiten. Das stabilisiert die Mieten.



Ja. Mit den 40 Millionen Euro Einnahmen werden die Lern- und Studiengebühren verbessert.



Ein bundesweiter Mindestlohn würde viele Jobs kosten. Wir wollen neue Arbeitsplätze schaffen.



Nein. Das Büchergeld sorgt dafür, dass Kinder endlich aus Büchern lernen, die auf dem neuesten Stand sind.



Antwort SPD



Ja. Frühkindliche Bildung darf nicht in Portionen ausgeteilt, Arbeitslosigkeit nicht zum Nachteil werden. Wir werden eine soziale Tarifstruktur schaffen. Senioren- und CC-Karten wurden zu stark verteuert.



Wir werden wieder mehr in Sozialwohnungen investieren, die SAGA vor Privatisierungsabsichten schützen.



Nein. Wir werden sie für das Erststudium abschaffen. Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen.



Gerade in Hamburg! Eine Schande, wenn Hotelzimmer für 2 Euro Stundenlohn geputzt werden müssen.



Ja. Wir werden die Lernmittelfreiheit wieder einführen. Das Büchergeld hat die soziale Spaltung verschärft.



Antwort GAL



Wir sind für einen Anspruch auf Betreuung ab dem ersten Lebensjahr - unabhängig davon, ob Eltern arbeiten.



Der HVV muss für Einkommenslose günstiger sein. Wir fordern die Wiedereinführung des Sozialtickets.



Wir fordern günstiges Bauland für Wohnungsbau und eine klare Dämpfung der Mieten bei Sanierungen.



Wir sind für ein gebührenfreies Erststudium bis zum Masterabschluss.



Wir sind für Mindeststandards, die die Tarifautonomie stärken und vor Armutslöhnen schützen.



Bücher sollen gratis verliehen werden, durchgängig gebrauchte (Wörterbuch, Atlas) gekauft werden.



Antwort FDP



In jedem Fall. Frühkindliche Bildung und das Kita-Gutschein-Modell der FDP müssen ausgebaut werden. Nein, aber Wettbewerb für S-Bahn und Buslinien wird zu Preissenkungen führen.



Mehr Wettbewerb im Wohnungsmarkt führt zum besten Mieterschutz - ein Überangebot an Wohnungen.



Ja. Hochschulen sollten die Gebühren im Rahmen einer Obergrenze aber selbst bestimmen können.



Wir sind gegen einen Mindestlohn. Dieser hätte einen wachsenden Schwarzmarkt zur Folge.



Es gehört abgeschafft, weil es mehr Lehrerstunden verbraucht, als es Geld für Bücher einnimmt.



Antwort DIE LINKE



Wir wollen das Kita-Angebot vergrößern und für Familien mit geringem Einkommen gratis machen.



Besonders dringend ist die Einführung des Sozialtickets, damit sich alle in der Stadt bewegen können.



Wir brauchen mehr öffentlichen Wohnungsbau und eine Anhebung von Wohngeld und Mietzuschüssen.



Wir sind gegen Studiengebühren. Der Einnahmeausfall muss aus dem Haushalt ersetzt werden.



Selbstverständlich treten wir für einen Mindestlohn von mindestens acht Euro die Stunde ein.



Lernmittel müssen frei sein. Auch andere Rotstiftoperationen im Bildungsbereich wollen wir aufheben.

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Datum:  7.8.2007
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