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MOPO REBENKUNDE

Im Mai gibt's Riesling

RIESLING-PAKET - WEIN 1



2006 »Eitelsbacher Marienholz«, Trier



Nichts könnte passender sein, als diese Rebenkunde mit einem klassischen Mosel-Riesling zu beginnen. Während die Moselaner früher häufig eine Art mit Wein versetztes Zuckerwasser feilboten, entstehen heutzutage in der atemberaubenden Landschaft der Steillagen und Flussschleifen zwischen Koblenz und Trier trockene, rassige Weine von feiner Säure und herrlicher Brillanz. Unser Tröpfchen kommt aus dem Weinberg Marienholz bei Eitelsbach, das übrigens an einem Nebenflüsschen der Mosel - der Ruwer - liegt. Die Riesling-Reben gedeihen hier auf einem roten Tonschieferboden, der für die ungeheure mineralische Kraft dieser Weine sorgt. Schnuppern Sie mal! Neben zarten Pfirsich- und Zitrusnoten werden sie einen tieferen, steinigen, erdigen, im ersten Moment vielleicht sogar etwas muffigen Ton wahrnehmen. Das ist sie, die sogenannte Mineralität, von der Ihr Weinhändler seit Jahren redet und die den Weinen eine zusätzliche Aromen- und Geschmacksdimension verleiht. Und was gibt's zu essen? Forelle zum Beispiel, mit Kapern-Schalotten-Sauce und Pellkartoffeln. Oder Putenbrust mit Frühlingsgemüse und Kräuterdip.



Deutschland: 2006 Riesling "Eitelsbacher Marienholz", Bischöfliche Weingüter Trier, Mosel, 7,80 Euro



RIESLING-PAKET - WEIN 2



2007 »Hungerbiene«, Peth-Wetz



Unser zweiter Vertreter ist ein Riesling aus Rheinhessen mit dem trefflichen Namen "Hungerbiene". Denn was mögen die Majas? Richtig: Blüten, Früchte und Nektar. Aber keine Angst, dieser Wein ist alles, nur nicht süß. Mit seiner tollen exotischen Fruchtigkeit, einer prickelnden Säure und einem lang anhaltenden Schmelz am Gaumen hat er Restsüße (die ja oft nur saure oder bittere Töne überdecken soll) auch gar nicht nötig. Mit klarer Brillanz und reiner Melonen- und Zitrusfrucht strebt er unaufhaltsam dem Ende des Gaumens entgegen. Am anderen Ende der Speiseröhre wird Ihr Magen allerdings ob der ganzen Appetitlichkeit dieses Tropfens irgendwann auf den Hunger in der Biene aufmerksam machen. Kein Problem! An diesem Punkt holen Sie einfach das fertige Zitronen-Orangen-Huhn aus dem Ofen. Wie das geht? Eigentlich wie jedes Hähnchen (Ofen auf, Hähnchen rein, Ofen zu). Nur, dass Sie diesmal vorher die gewaschenen Früchte, ein wenig Petersilie, Knoblauch und Chili klein hacken, mit Butter, Salz und Pfeffer eine Paste herstellen und diese dem Gockel vorsichtig unter die Haut reiben, bevor Sie ihn braten.



Deutschland: 2007 Riesling Spätlese trocken, "Hungerbiene", Peth-Wetz, Rheinhessen, 795 Euro

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Datum:  8.5.2008
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