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MOPO-FILMFEST-SPLITTER: Terroristen auf dem roten Teppich

Packende Thriller, spannende Dokus und skurrile Komödien - bis zum 3. Oktober zeigt das Filmfest Hamburg mehr als 140 Produktionen. Die MOPO ist dabei - und guckt sich für Sie um.



Am Sonnabend hat das Cinemaxx erlebt, was Lokalpatriotismus tatsächlich bedeutet. Im Gegensatz zu SPD und CDU ist es dem Wilhelmsburger Kult-Filmer Henna Peschel ("Roller Aller") nämlich gelungen, seine Anhängerschaft zu mobilisieren. Die Weltpremiere seiner Altona-Hommage "Dicke Hose" war ausverkauft, auch für die Wiederholungsvorführung am kommenden Sonnabend gibt es längst keine Karten mehr.



Bereits im Vorfeld sorgte Peschel, der die Darsteller seines No-Budget-Films mit Mettwurstbrötchen (!) bezahlte, für mächtig Stimmung, als er den roten Teppich im Terroristenoutfit stürmte. Das Hemd seines Co-Regisseurs Miles Terheggen war zudem mit täuschend echten Einschusslöchern übersät.



Bei der Vorführung selbst herrschte eine Atmosphäre wie bei einem Rockkonzert. Kaum eine Szene, die nicht mit tosendem Applaus bedacht wurde. Der Film erzählt die Geschichte des rappenden Pizzaboten "Sleepy", der sich auf seinem Weg zum erfolgreichen Musikproduzenten mit der griechischen Mafia und einer russischen Prostituierten mit Umschnalldildo herumschlagen muss.



Beste Szene: Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel zieht in eine Einzimmerwohnung nach Mümmelmannsberg, um sich stilecht auf eine Karriere als Gangsta-Rapper vorzubereiten.

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