MOPONews
News

MOBBING, ABMAHNUNGEN, BELEIDIGUNGEN

Dicke Luft bei Burger King

An Schlaf sei kaum noch zu denken – schon seit Monaten nicht mehr, erzählt Birgit K. (Name geändert). Wenn sie sich ins Bett legt, spielt sie alle Demütigungen des Arbeitstages noch einmal durch – das stundenlange Toilettenschrubben, die Hetze, die verglühten Finger.

Birgit K. arbeitet bei „Burger King“. Und seit der Franchise-Nehmer „DFM Hamburg GmbH & Co. KG“ zum Mai dieses Jahres sieben weitere Filialen übernommen hat, soll hier die Angst umgehen. Besonders schlimm sei es in den Filialen, die einen Betriebsrat haben: St. Pauli, Altona, Bramfeld und Tornesch.



„Der neue Geschäftsführer versucht, die Betriebsratsmitglieder wegzumobben“, sagt Birgit K. Außerdem wolle er die Mitarbeiter loswerden, die er vom vorherigen Arbeitgeber übernommen hat, denn sie verdienen mehr Geld.



„Er schickt Mitarbeiter vorbei, die uns fertigmachen sollen“, sagt Birgit K. „Sie hetzen uns durch die Gegend, erteilen uns manchmal fünf Aufgaben gleichzeitig und suchen regelrecht nach Fehlern.“ Ein Kollege habe die Kacheln der Toilettenräume stundenlang mit einer Zahnbürste schrubben müssen, erzählt Birgit K.



Doch es geht noch schlimmer: „Einer der Vorgesetzten hat einen Becher Cola absichtlich vor einem Kollegen ausgekippt und gesagt: ,Wisch das weg!‘“. Außerdem würden sie Buletten anbrennen lassen und die Schuld den Mitarbeitern geben. „Dann hagelt es Abmahnungen“, sagt Birgit K.

Immer mehr Mitarbeiter suchen Hilfe vor Gericht. Rechtsanwalt B. Alexander Koll (34) hat in den vergangenen Monaten fast 40 Verfahren gegen „DFM Hamburg“ ins Rollen gebracht. „Dabei geht es in den meisten Fällen um Mitarbeiter, die sich von ihrem Arbeitgeber schikaniert fühlen, vor allem, wenn sie Mitglieder im Betriebsrat sind“, sagt er.



Das wohl absurdeste Gerichtsverfahren in dieser Sache: „Eine Kollegin wurde abgemahnt, weil sie angeblich zu viel Mayo auf den Burger gegeben hat“, erzählt Birgit K. Vor Gericht einigte man sich auf einen Vergleich. Der Geschäftsführer von „DFM Hamburg“ verpflichtete sich, die Abmahnung zurückzuziehen. „In den bisherigen Verfahren hat er sich regelmäßig dazu verpflichtet, keinen Druck mehr auf die Mitarbeiter auszuüben“, sagt Rechtsanwalt B. Alexander Koll. „Einen Tag später klingelt dann meist wieder mein Telefon und Mitarbeiter berichten, dass sich der Arbeitgeber nicht daran hält.“



Einige Angestellte suchten Hilfe beim Franchise-Geber „Burger King“ – „bisher vergebens“, sagt Birgit K. Auf Anfrage der MOPO heißt es dort per E-Mail: „Burger King setzt alles daran, den Prozess für eine einvernehmliche Lösung aller Beteiligten weiter zu unterstützen.“ Es habe schon konstruktive Gespräche zur Aufklärung der Sachverhalte gegeben.

Der Geschäftsführer von „DFM Hamburg“ rief die MOPO wegen einer Stellungnahme leider nicht zurück.

Weitere Meldungen News
Splitternackt hockt der Mann auf dem Turm.

Ein Mann ist auf den rund 70 Meter hohen Radio Tower von Las Angeles geklettert. Dabei zog er ein Kleidungsstück nach dem anderen aus - bis er schließlich vollkommen nackt auf dem Turm hockte.  mehr...

Bei der Verkündung des Urteils weinte das junge Mädchen still.

Im Oktober 2009 ermordete Alyssa (damals 15) das Nachbarsmädchen Elizabeth. Jetzt wurde das Horror-Mädchen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.  mehr...

Hugh Laurie wird nicht mehr als Gregory House vor der Kamera stehen.

Der skurrile Fernseh-Doc wird künftig nicht mehr über unsere Bildschirme flimmern: Die US-Serie wird abgesetzt, nach acht Staffeln werden keine weiteren Folgen mehr produziert.   mehr...

Datum:  25.8.2010
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken

Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?