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Mitternachtszirkus

Vampire gegen Vampyre

Die Story: College, Job, Familie - so stellen sich die Eltern des 14-jährigen Darren die Zukunft ihres Sohnes vor. Doch es soll ganz anders kommen. Denn nachdem er mit seinem besten Freund Steve die Freakshow eines mysteriösen Mitternachtszirkus besucht hat, sorgt eine Verkettung seltsamer Umstände dafür, dass Darren früh vom vorgezeichneten Lebensweg abweicht. Um Steve zu retten, der nach dem Biss der Spinne des Vampir-Freaks Crepsley nur noch vor sich hindämmert, muss er sich in einen Halbvampir verwandeln lassen. Der Gerettete gerät dagegen bald in den Bann der Vampyre, die im Gegensatz zu den Blutsaugern um Crepsley ihre Opfer zu töten pflegen. Zwischen den beiden miteinander verfeindeten Untoten-Fraktionen herrscht ein fragiler Waffenstillstand. Noch ...



Die Schauspieler: Während Chris Massoglia (Darren) und Josh Hutcherson (Steve) als Freunde, die zu Feinden werden, etwas farblos bleiben, besticht John C. Reilly in der Rolle des Crepsley mit Coolness und Lässigkeit. Weitere namhafte Darsteller wie Ken Watanabe als großwüchsiger Zirkusdirektor und Salma Hayek als Crepsleys bärtige Freundin Madame Tuska kommen in Nebenrollen leider kaum zum Zuge.



Der Co-Autor und Regisseur: Für die Blutsauger-Mär von Paul Weitz ("Reine Chefsache") standen die ersten drei Bände einer zwölfteiligen Buchreihe von Darren Shan Pate. Keine leichter Job, daraus einen knapp zweistündigen Film zu destillieren. Der Regisseur, dessen Bruder Chris mit dem Vampir-Melodram "New Moon" gerade einen Mega-Kassenerfolg feiert, hat die Aufgabe auch nicht ganz befriedigend gelöst: Die meisten der vielen Figuren bleiben unterentwickelt, die Handlung wirkt gehetzt, und mitunter werden Zusammenhänge nicht klar. Dafür kann Weitz' Werk mit einer hübsch morbiden Atmosphäre und einem guten Schuss ironischen Humors punkten. Das hat ihm an den US-Kinokassen freilich wenig genutzt. Das Einspielergebnis war mit etwa 14 Millionen Dollar so mager, dass eine Fortsetzung unwahrscheinlich ist.



Fazit: Eine Zirkus-Vorstellung, die man mit gemischten Gefühlen verlässt.



Note: 3

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Datum:  7.1.2010
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