Horst Becker und Jörg F. Debatin bekamen im CCH reichlich um die Ohren, den Mitgliedern stieß das Krisenmanagement im Rahmen der Demission Dietmar Beiersdorfers übel auf. "Mit Emotionen habe ich gerechnet", so Becker. "Aber mit Buhrufen und Pfiffen nicht. Das geht mir nahe."
Becker, Chef der Kontrolleure und stets um Ausgleich bemüht, wirkte geschockt. "Es gab eine Reihe von Kritiken, die überzogen waren und ins Persönliche gingen", so der 69-Jährige. "Das ist bitter. Aber ich übe dieses Amt freiwillig aus, niemand zwingt mich."
Während beim Boss die Gefühle Achterbahn fuhren, gab sich Debatin gelassen. "Ich habe die Raute im Herzen und lasse sie mir von niemandem rausreißen", so der wegen seiner früheren Affinitäten mit "Schalke, Schalke"-Sprechchören bedachte UKE-Chef. Sein Auftreten zuvor war ebenso bemerkenswert wie selbstherrlich. Die Reaktionen nahm er zur Kenntnis: "Schön ist so was nicht. Aber ich stehe zu den Dingen, die ich vertrete."