Die Sportchef-Suche beim HSV - jetzt wird die Sache konkreter. Bereits vor der Aufsichtsrats-Sitzung am Dienstagabend sickerte durch, dass die 12 Kontrolleure sich auf einen Kandidaten festgelegt haben: Stuttgarts Sportchef Horst Heldt, beim VfB gerade mitten in der übelsten Vereinskrise, ist das Objekt der Hamburger Begierde.
Die MOPO hatte bereits am 22. Oktober berichtet, dass der Hamburger Renommier-Klub ein Auge auf den 40-Jährigen geworfen hat. Im Vorstand des HSV genießt Heldt einen exzellenten Ruf, einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit Klub-Boss Bernd Hoffmann stünde demnach nichts im Wege. Das Problem ist die Kohle. Heldt, der in Stuttgart nicht nur als Sportchef sondern auch als Vorstandsmitglied wirkt, hat gerade erst einen Vertrag bis 2013 unterschrieben. Der HSV müsste eine Ablöse in Millionenhöhe hinblättern die Klubkassen sind jedoch leer.
Die Festlegung auf Heldt bedeutet ebenfalls, dass der HSV nach dem Abgang Dietmar Beiersdorfers im Sommer, mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Sportchef durch die Spielzeit gehen wird. Heldt loszueisen wird vor dem Ende der laufenden Saison kaum gelingen.