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Microsoft und Google

iSlate: Gegenwind für Apples iPad

iSlate

Foto: dpa

Die Vorstellung des Apple iPads vor zwei Wochen galt einigen Experten als historischer Moment, der ab März die Medienlandschaft nachhaltig verändern werde. Doch der Touchscreen-Computer, kurz Tablet oder in diesem speziellen Fall Slate genannt, bekommt Konkurrenz: Microsoft empfiehlt sein vielgelobtes Windows 7 als ideales System für Tablet-PCs. Und auch Google will mitmischen - mit einem Eigengewächs.



Auf der Elektronikmesse CES stellte Microsoft-Chef Steve Ballmer im vergangenen Monat einige Tablet-Prototypen vor, wurde aber nicht sehr konkret. Das holt Hewlett-Packard jetzt nach. Das HP Slate (also ein Tablet-PC ohne Hardware-Tastatur, der nur über den Bildschirm bedient wird) soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen und deutlich unter 1000 Euro kosten, um für den Massenmarkt tauglich zu sein. Es soll sich - ebenso wie das iPad - nicht nur als mobile Surfstation, sondern auch als Videoplayer und Lesegerät für Magazine eignen.



Mit der Ankündigung seines ersten eigenen Smartphones Nexus One hat Google Apple schon einmal Paroli geboten. Vergangene Woche tauchte dann auf einer offiziellen Google-Seite ein Slate-Computer auf, der offenbar in eine ganz ähnliche Richtung geht wie das iPad. Zwar handelt es sich dabei nur um eine Studie, aber erste Videos zeigen bereits, wohin die Reise gehe könnte. Laufen würde ein Google-Slate vermutlich auf dem eigenen Betriebssystem Chrome OS. Anders als beim iPad könnte man zwischen mehreren Programmfenstern wechseln.



Wer das iPad als E-Book-Reader nutzen möchte und die Unterstützung des offenen Formats Epub schätzt, könnte enttäuscht werden: Apple will einen eigenen Kopierschutz verwenden, sodass Epub-Dateien von anderen Anbietern als Apples iBook voraussichtlich nicht lesbar wären.

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Datum:  9.2.2010
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