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Madeinusa

Die Story: In Manayaycuna, einem abgelegenen Indiodorf in den peruanischen Anden, naht das wichtigste Fest des Jahres: Wenn am Karfreitag der Christus vom Kreuz genommen wird, beginnt die "Heilige Woche". Gott ist tot, also herrschen in den Tagen bis zu seiner österlichen Wiederauferstehung die Sitten der untergegangenen Indiokultur. Die Dorfbewohner nutzen die "sündenfreie Zeit" zu einer wilden Feier mit alkoholischen und sexuellen Exzessen. Die 14-jährige Madeinusa (Magaly Solier) fürchtet sich in diesem Jahr vor der Heiligen Woche: Ihr Vater, der Bürgermeister (Juan Ubaldo Huamàn), besteht auf dem traditionellen Recht, während der Feiertage seine Tochter zu entjungfern. Als ein junger Mann aus Lima in Manayaycuna strandet, wittert Madeinusa ihre Chance zur Flucht: Salvador (Carlos Juan de la Torre) soll sie in die große Stadt mitnehmen.



Die Schauspieler: Fast sämtliche Rollen sind mit Laienschauspielern aus Andendörfern besetzt. Das gibt dem Film größtmögliche Authentizität, zumal die junge Hauptdarstellerin ihre Sache großartig macht: Magaly Solier spielt Madeinusa als scheue Schöne, hinter deren naiver Fassade sich allerdings ein stählerner Wille verbirgt.



Die Regisseurin: Die 30-jährige Peruanerin Claudia Llosa (die übrigens die Nichte des Schriftstellers Mario Vargas Llosa ist) legt mit "Madeinusa" ihren Erstling vor. Schon im Namen der Hauptfigur ("Made-in-USA") deutet sich das sozialkritische Grundthema an: Die archaischen Bräuche der Indios kollidieren mit der Moderne, vor allem mit dem Wunsch junger Mädchen nach einem selbstbestimmten Leben. Obwohl der Film einige Längen hat, setzt Claudia Llosa diesen Konflikt sehr überzeugend in Szene. Ein wenig fragwürdig wirkt dabei, dass die Regisseurin die Dorftraditionen aus der Heiligen Woche komplett erfunden hat. So kann man als unbeschlagener Europäer nicht ganz sicher sein, ob Llosas Bild vom indigenen Leben in Peru so realistisch ist, wie es aussieht.



BU: Die Titelheldin fürchtet sich vor der "Heiligen Woche"

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Datum:  23.11.2006
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Julia Sextl

Relativ häufig muss ich kurzfristig ein Taxi bestellen, um noch pünktlich zu einem Termin zu kommen. Meistens stehe ich schon auf der Straße, wenn der Wagen