HSV-Profi Ivica Olic könnte dieser Tage die Rolle im legendären Bacardi-Spot ausfüllen. Die Seele baumeln lassen, einen Longdrink in der Hand, auf dem Handy läuft die Mailbox. Mit 29 Jahren ist der kroatische Nationalstürmer (60 Einsätze) in einer beneidenswerten Ausgangslage, was den letzten großen Vertrag in seiner Karriere angeht. Und dass seine Fußball-Zukunft nicht Hamburg sein wird, steht seit gestern fest. Doch muss er ausgerechnet zum FC Bayern München gehen? Es ist zu befürchten. Zumindest was die Bundesliga angeht, ist es ein ungeschriebenes Gesetz: Haben die Verantwortlichen des Rekordmeisters einen Spieler ins Visier genommen, dann kriegen sie ihn auch. Bitter für den HSV, der für den Musterprofi bis an die finanzielle Schmerzgrenze gegangen wäre. Und bitter für die HSV-Fans und ihre Sehnsucht nach Helden. Aber da gibt es halt den "FC Hoeneß". Der kann einem ablösefreien Profi wie Olic das mutmaßliche Gehalt von vier Millionen Euro locker aus der Champions-League-Portokasse zahlen. Und der HSV darf sich dann wieder mal auf die Suche nach einem Star mit Torqualitäten machen.
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