Eltern, die Pornos gucken und Sex haben, während ihre Kinder dabei sind. Das ist unfassbar, eine schockierende neue Dimension elterlichen Totalversagens. Eva Herman und ihren bibeltreuen Fans müsste die Schamesröte ins Gesicht steigen, wenn sie weiterhin so fanatisch gegen ein paar mehr Krippenplätze kämpfen. Die Pornomütter sind nicht berufstätig. Sie sind, wie von konservativen Kreisen gefordert, den ganzen Tag zu Hause. Auf Nachfrage würden sie bestimmt sagen, dass sie ihre Kinder lieb haben. Wahrscheinlich schlagen sie die Kleinen nicht einmal. Ihnen klarzumachen, dass Pornos Prügel für die Seele sind, wäre Aufgabe von Familienhelfern des Jugendamtes. Dafür müssten diese aber frühzeitig über die Zustände in der Familie Bescheid wissen. Wenn das Kind nach Jahren des Pornokonsums in der Grundschule über Mitschüler herfällt, ist es zu spät. Für berufstätige Mütter sind Krippen eine Möglichkeit, ihren Lebensentwurf zu verwirklichen. Für die Kinder der Pornoeltern sind sie die einzige Chance, wenigstens einen Teil ihrer Kindheit als solche zu erleben. Und sich später vielleicht einmal zu verlieben und erst danach Sex zu haben. Fast so, wie es die Kirche fordert.