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Denkmal für einen Sklavenhändler

In Wandsbek ist man zuletzt schwer aktiv geworden. Der Wandsbek-Markt ist neu gestaltet, alles schick und übersichtlich. Ein wenig Lokalkolorit, das fehlte noch. Jetzt aber einfach mal so eine Büste des Kaufmanns Heinrich Carl von Schimmelmann aufzustellen, ist ein kulturpolitischer Amoklauf. "Toll, wie der seinen Reichtum einst zum Wohle Wandsbeks einsetzte", wird man sich im Bezirk gedacht haben. Und, ach Gott, das bisschen Sklavenhandel - die Tausenden Menschen, die er in Afrika einfangen, in die Laderäume von Schiffen pferchen, und sich auf seinen Plantagen zu Tode arbeiten ließ - Schwamm drüber. Ist ja lange her. Wäre dann ja nur folgerichtig, wenn wir in 200 Jahren vor dem Verkehrsministerium in Berlin eine Büste des Führers finden würden. Was der alles für Deutschlands Autobahnen getan hat ...

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Datum:  18.9.2006
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Julia Sextl

Relativ häufig muss ich kurzfristig ein Taxi bestellen, um noch pünktlich zu einem Termin zu kommen. Meistens stehe ich schon auf der Straße, wenn der Wagen