Seit meinem fünften Lebensjahr bin ich Hamburger. Vorher habe ich mit meinen Eltern in Bad Godesberg gewohnt - mein Vater Phillip Jarnach war damals noch Musik-Professor in Köln. Dann wurde er erster Direktor der Hamburger Musikhochschule, und wir zogen ins feine Harvestehude, direkt an die Alster.
Der Traum meiner Eltern war, dass ich Konzertpianist werde. Als Kind habe ich denn auch Sonaten von Beethoven auf dem Klavier gespielt. Aber mit zwölf entdeckte ich den Rock'n'Roll: Jerry Lee Lewis wurde mein Vorbild, und fortan war ich für die Klassik verloren.
Als Jugendlicher war ich vor allem in Eppendorf unterwegs. Meine Clique hing oft im Innocentiapark rum: Wir haben da gern Musik gemacht, Gitarre gespielt und so. Das wurde aber in den spießigen 50er Jahren nicht gern gesehen - oft hat uns die Polizei verjagt.
Bald gründete ich meine erste Band, "Piggi and The Jokers" . Wir hatten jede Menge Spaß und hingen nächtelang im "Star-Club" auf dem Kiez rum. Meinen allerersten Bühnenauftritt hatte ich übrigens zusammen mit den Beatles. Im "Top Ten" gab es einen Sängerwettbewerb, und die Beatles, die damals noch keiner kannte, waren die Begleitband - so stand ich 30 Minuten lang mit Paul und John auf der Bühne.
Später hab' ich dann als Pianist mit berühmten Leuten wie Lee Curtis und Tony Sheridan gespielt. Ich selbst bin aber erst mit der Rolle als Schildkröte in "Dittsche" so richtig bekannt geworden. Darum habe ich mein neues Musikprojekt mit Ralf "Franny" Hartmann auch Schildkröte-Duo genannt: Wir spielen Rock, Blues und Balladen von Ray Charles, Fats Domino, Elvis Presley und anderen Stars der 50er und 60er Jahre.
Ich kann gar nicht sagen, dass ich mich in einer bestimmten Ecke von Hamburg besonders zu Hause fühle. Hamburg ist für mich eher das große Ganze: der Hafen, die Elbe, die Alster. St. Pauli ist natürlich wichtig. In den 60ern und 70ern sind wir ständig über den Kiez gezogen, und ich wohne auch immer noch im Viertel. Aber heute bin ich kein großer Kneipengänger mehr. Man wird älter. Ich hänge am "Gretel & Alfons" an der Großen Freiheit, wo früher die "Star-Club"-Musiker ihre Pausen verbrachten. Wenn ich mal essen gehe, dann nicht in den Imbiss, sondern zum Chinesen: ins "Peking" an der Lincolnstraße. Und ein Mal im Monat hab' ich einen wichtigen Termin im "Kemp©s" am Mittelweg: Da treffe ich sie wieder - die alten Kiez-Rock'n'Roller von früher.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?