MOPONews
News

MEDIZINER

Ärzte »gierig nach immer mehr Geld!«

Wer früher zum Onkel Doktor ging, bekam eine Spritze. Vielleicht auch ein Pflaster, garantiert aber ein paar tröstende Worte. Heute muss sich der Patient beim Arztbesuch oft Klagen über das finanzielle Elend des Mediziner-Berufsstandes anhören. Manchmal bekommt er eine Rechnung serviert, mitunter gibt's auch noch eine Wahlempfehlung mit auf den Weg. Glauben Sie nicht?



"Wir rufen alle Kollegen auf, ihre Patienten zu informieren, welche Partei die seit mehr als acht Jahren amtierende Gesundheitsministerin stellt, die das deutsche Gesundheitswesen gezielt zerstört und ihre Versorgung massiv gefährdet", sagt der Frauen-Arzt Dr. Thomas Fix aus Lübbecke. Er ist Sprecher der "Aktion 15", einer Gruppe von Ärzten, die sich im Ärztenetzwerk "Hippokranet" gefunden hat. Fix: "Wir geben ausdrücklich keine Wahlempfehlung für eine bestimmte Partei ab, sondern einzig gegen die SPD, die seit mehr als acht Jahren die Gesundheitsministerin stellt und außerdem in Karl Lauterbach einen stets medienpräsenten Gesundheitspolitiker hat, der als Aufsichtsrat eines Klinikkonzerns von vielen als Architekt des Umbaus des Gesundheitssystems zugunsten der Konzerne angesehen wird."



Das Online-Netzwerk Hippokranet.com ist die gemeinsame Forums- und Netzwerkplattform der Fachinformationsdienste Facharzt.de, Hausarzt.de und zaend.de. Insgesamt sind hier weit über 40 000 Nutzer registriert.



Doch auch die Gier der Ärzte sorgt für böses Blut - in den eigenen Reihen.



"Unsere Organisation (gemeint ist die Kassenärztliche Vereinigung - KV) ist nur noch ein Sinnbild des gierigen Arztes", sagte der Chef des bayerischen Landesverbandes, Axel Munte, der "Süddeutschen Zeitung". "Ich schäme mich für eine Standesvertretung, die immer nur nach mehr Geld schreit, damit sich der Patient dafür Qualität kaufen kann." Eine qualitativ hochwertige Versorgung müsse jedoch selbstverständlich sein, so Munte.



"Ich kann nicht nachvollziehen, was da zurzeit abgeht", sagt auch Dirk Wetzel, niedergelassener Arzt aus Nordhessen. Auf "Spiegel online" gibt er an, 10 000 Euro brutto im Monat zu verdienen - das sei genau das Durchschnittseinkommen niedergelassener Ärzte. Nach Abzug von Steuern, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung bleiben ihm rund 4900 Euro - netto!



Wetzel: "Mir geht©s gut". Jetzt mehr zu fordern, wie es die Ärzteverbände tun, hält er für eine Unverschämtheit. Zumal in einer Zeit, in der Opel-Arbeiter um ihren Job fürchten, in der Millionen Menschen sich fragen, wie sie die weltweite Wirtschaftskrise überstehen. Wetzel: "Ich habe langsam den Eindruck, dass wir den Sozialkredit, den wir in der Bevölkerung noch haben, aufs Spiel setzen."

Weitere Meldungen News
Oppositionelle protestieren auf den Malediven.

Auf den Malediven ist es am Dienstag zu einem Putschversuch gegen den ersten demokratisch gewählten Präsidenten der südasiatischen Inselkette gekommen.  mehr...

Roman Lob bei seinem Auftritt mit dem Song „Drive“

Schwungvoll kam er auf die Bühne, doch als Roman loslegte, sah der Zuschauer nur, wie sich seine Lippen bewegten - zu hören war nichts.   mehr...

Juliet (8) liebt ihre Haustiere und Heavy-Metal.

In „My First Hardcore Song“ („Mein erstes Heavy-Metal Lied“) besingt Juliet ihre geliebten Haustiere - den Dackel Robert und ihre Zierfische. Das 59-Sekunden Video ist ein echter Internet-Hit.   mehr...

Datum:  27.3.2009
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken

Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?