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MATTHIAS FLOHR

Matti zog die Karre aus dem Dreck ...

Die Freude über die Kieler Niederlage in Flensburg hielt sich in Grenzen. Für große Kampfansagen war die Leistung beim 33:29 (18:15) in Minden einfach zu dünn. Dass sich der HSV vor 2200 Fans dennoch den Sieg holte, war ganz wichtig. Denn jetzt ist es ganz oben richtig eng. Das Gastspiel des neuen Spitzenreiters Flensburg am kommenden Sonntag in Hamburg wird zum Showdown.



"Wir sollten nicht immer auf Kiel schauen. Wenn wir so spielen wie heute, haben wir mit denen eh nichts zu tun", sprach Matthias Flohr das aus, was Martin Schwalb dachte. Der Trainer hatte auch prompt ein Sonderlob für den starken Linksaußen (sieben Tore), der nach einer Viertelstunde den unglücklich spielenden Toto Jansen ersetzte, parat: "Matti war gemeinsam mit Hans Lindberg der große Gewinner dieser Partie. Ein tolles Spiel von ihm."



Tatsächlich retteten Flohr und der Däne, der elf Mal traf, den taumelnden Riesen HSV gegen tapfere Mindener Zwerge immer wieder vor dem Umfallen. "Ich bin froh, dass ich den Karren mit aus dem Dreck ziehen konnte", sagte Matti, der genau wie Schwalb zu mehr Demut gegenüber "kleinen" Gegnern aufrief: "Im Vorbeigehen gewinnt man nirgendwo." Bruno Souza, der die Spielmacher-Rolle zufriedenstellend ausfüllte, ergänzte: "Wenn wir nicht von Beginn an voll da sind, müssen wir das ganze Spiel hart fighten und verschwenden so unnötig Kraft."



Am Sonntag gegen Flensburg wird der HSV seine volle Power brauchen. "Gut, dass die Kiel geschlagen haben", meinte Keeper Jogi Bitter (elf Paraden). "Jetzt haben alle Teams schon Punkte abgegeben und Flensburg hat bei uns nicht den ganz großen Druck."



- Tore HSV: Lindberg (11/5), Flohr (7), Souza (4), B. Gille, Lijewski, Yoon (je 3), Hens (2). Bester Schütze Minden: Niemeyer (10), Strafminuten: 10/12

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Datum:  24.9.2007
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