HSV-Fan bis in den Tod. Für ganz hart gesottene Anhänger bietet sich nun die Chance auf eine Bestattung im Zeichen der Raute. Das Großhamburger Bestattungsinstitut (GBI) hat sich nach einjährigen Verhandlungen die Lizenz gesichert.
Nach den Planungen für einen HSV-Friedhof einen Steinwurf von der Arena entfernt stehen nun also Bestattungen im Vereinsstil auf dem Programm. Anfragen von leidenschaftlichen Fans gingen schon vor Jahren beim GBI ein. 2006 gab es erste Kontakte mit dem Klub. GBI-Marketingleiterin Werderitsch: "Der Verein war von Anfang an sehr offen."
Von HSV-Seite war Vorstandsmitglied Christian Reichert federführend an den Gesprächen beteiligt. Im September hofft er erst mal auf einen Baubeginn des HSV-Friedhofs. "Ich denke, dass man dann sehen wird, wie die Idee mit den Beerdigungen ankommen wird", sagte er. Der Verein wird am Umsatz des Bestattungsunternehmens beteiligt. "Alles Geld fließt aber gleich in den Friedhof", so Reichert.
Fans können zwischen drei Beerdigungsarten wählen. Die "Stehplatz"-Version, bei der Decken und Kondolenztische mit dem HSV-Logo verziert sind, kostet 832 Euro. Der treue Fan muss dabei jedoch auf einen HSV-Sarg verzichten. Den gibt es erst in der nächsten Preiskategorie. Sozusagen die "Sitzplatz"-Variante. Der Preis: 3153 Euro. Für Gäste der VIP-Tribüne wird eine Luxus-Version angeboten. Im Anschluss an die Aufbahrung im HSV-Sarg erfolgt die Einäscherung und die Beisetzung in der HSV-Urne. Das teuerste Paket kostet bis zu 4300 Euro.
Nachwuchskicker Änis Ben-Hatira kann sich gut vorstellen, dass etliche Fans das Angebot wahrnehmen werden. "Manche sind halt mit Leib und Leben dabei." Ganz nach dem Motto des Vereinssongs: "HSV forever and ever ..."
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?