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MARINUS VAN NISTELROOY

Auch Ruuds Onkel ist ein Künstler

Ruuds Onkel Marinus van Nistelrooy

Foto: hfr

Die hohe Kunst ist seine Passion. Sobald Ruud van Nistelrooy Fußballschuhe trägt, hat die Normalität ausgespielt. Tore noch und nöcher, egal wo er auftritt. Der 33-Jährige versprüht etwas Magisches, sobald er den Platz betritt. "Ruud hat etwas in den Genen, was anderen fehlt", sagte sein HSV-Teamkollege Joris Mathijsen mal. Kein Wunder ­ bei diesem Onkel.



Meerhout-Zittart. Ein kleiner Ort in Belgien, etwa 100 Kilometer von Anderlecht entfernt. Hier, im Lande des nächsten Hamburger Europa-League-Gegners, lebt Marinus van Nistelrooy. "Maler und Lebenskünstler" nennt der 58-Jährige sich. Wer den Mann mit dem gewaltigen, schwarzen Rauschebart kennenlernt, der weiß: Die van Nistelrooys sind anders. Bodenständig, bescheiden -­ und vor allem eines: hochbegabt.



Sie haben es im Blut. Ruud besticht am Ball, Marinus mit dem Pinsel. Seine Gemälde zählen zu den begehrtesten in den Beneluxstaaten, auch Neffe Ruud schwört auf die Kunst seines Onkels. "Er hat Bilder von mir bei sich zu Hause", erzählt Marinus van Nistelrooy, der stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist. "Jedes Jahr gehe ich einen Monat lang nach Palästina und versuche dort, den einheimischen Jugendlichen die Kunst nahezubringen", lässt er wissen.



Ruud und sein rastloser Onkel -­ leider ist die Zeit für regelmäßige Treffen knapp. Zum letzten Mal begegneten sie sich im vergangenen Sommer, bei der Beerdigung von Marinus' Vater. "Aber es wird Zeit, dass wir uns wiedersehen", erklärt der Maler, der ins Schwärmen gerät, wenn er über seinen Neffen spricht: "Ich bin wahnsinnig stolz auf Ruud. Natürlich wegen seiner Erfolge. Aber vor allem, weil er immer ein ganz normaler Mensch geblieben ist. Das ist großartig!"



Neffe Ruud und sein Onkel. Zwei Künstler, zwei Genies -­ verbunden durch das Blut, das in ihren Adern fließt. Gern hätte sich Marinus den Auftritt seines berühmten Verwandten in Anderlecht angesehen. Schon in der kommenden Woche kreuzt der HSV zum Europa-League-Rückspiel in Belgien auf. "Aber ich bin jetzt leider für einen Monat in Marokko, weil meine Tochter mir mein erstes Enkelkind schenkt", erklärt Ruuds Onkel. Die Familie wächst und wächst. Und die Welt darf sich freuen ­- auf neue Künste aller Art.

Ruud van Nistelrooys schräger Onkel

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Datum:  9.3.2010
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