Sie weiß, die Fußstapfen, die er hinterlassen hat, sind groß. Zu groß für sie. Und zu groß auch für jeden anderen. Doch sein Lebenswerk wird sie weiterführen: Das "Cafée mit Herz" auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses. Eine Einrichtung für Obdachlose und arme Menschen. Holger Hanisch, Gründer und Seele des Cafées ist vergangene Woche im Alter von nur 56 Jahren an Leukämie gestorben (MOPO berichtete). Und seine Nachfolgerin, Margot Wolf (55), weiß: Sie muss nun ihren eigenen Stil entwickeln, damit das Haus weiterlebt.
Gestern, 14 Uhr. Die Menschenschlange vor dem "Cafée mit Herz" zeigt: Es ist Zeit, Mittag zu essen. Und die Bedürftigen kommen zuhauf. Rund 220 Menschen werden täglich dort mit Frühstück und Mittagessen versorgt, bekommen Hilfestellungen bei Behördengängen, bei der Wohnungssuche. "Nur 30 Prozent unserer Gäste sind Obdachlose. Die anderen haben einfach nicht genug Geld, um Essen zu kaufen", erzählt Wolf. Diese verdeckte Armut sei es, die es zu bekämpfen und zu lindern gelte. Und wenn Margot Wolf dies sagt, spricht ein bisschen Holger Hanisch aus ihr. Der Mann, der ständig mit der Spendendose durch St. Pauli sauste, um für "seine Leute" zu sammeln. Der Mann, der sechs Jahre lang täglich zwölf Stunden ehrenamtlich schuftete, damit die Einrichtung funktionierte. "Es ist nicht nur einfach der Geschäftsführer gestorben, sondern eine Persönlichkeit", so Vorstandsmitglied Wolfgang Pollmer. Gut 6500 Euro Spendengeld braucht die Einrichtung monatlich. Und Wolf hat ehrgeizige Pläne: Ab Januar soll das "Cafée" auch sonntags geöffnet sein und damit 365 Tage im Jahr. Duschen sollen eingebaut werden. "Und wir wollen einen Schwerpunkt auf Familien legen", sagt Wolf. Mit Hausaufgabenhilfe für Kinder. "Wir wollen in Holgers Sinne weitermachen. Das sind wir ihm schuldig."
Eine warme Mahlzeit: Für viele, die ins "Cafée mit Herz" kommen, ist dies keine Selbstverständlichkeit. Rund 220 Bedürftige werden dort täglich mit Essen versorgt
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?